Patrick Rabe

Nadine (Die Nacht der schwarzen Königin)

Nadine

(Die Nacht der schwarzen Königin)

 

Ab dafür, Nadine,

noch tiefer in die Nacht,

wo frei an Joints wir zieh’n,

bis neu der Tag erwacht.

 

Tiefer nun, Nadine,

so töten wir das Biest,

es fickt dich schon von hinten,

wenn du es vorne siehst.

 

Das Messer sticht, und stöhnend

dem Night Man offenbarend,

dass er dich leckt am Mösensaft,

schickst du es ihm. Bewahrend

 

schließt er es in sein Herz ein,

in seinen geilen Blick,

er spiegelt uns das Leben

in uns’re Songs zurück.

 

Und Räder dreh’n im dunklen Schlund,

 Frau Kali tanzt darin,

 ihr dreckig‘ Lachen bebt vom Mund,

und schreddert jeden Sinn.

 

Wir fallen in den Rausch des Tanzes,

Geilheit und Fleisch ergeben,

und im Hotel der Californ‘

gibt es kein neues Leben.

 

Wir kriechen auf dem Boden,

dann wirft sie uns dem hin,

der ihr mit Schwanz und Hoden

und Geistlicht zeigt: Ich bin.

 

Da wird die Nacht zu Schwefel,

und alle taumeln matt,

im Dunst des Drachenatems

verzehrt durch Lichterstadt.

 

Und Flaschen fallen auf Asphalt,

der Lizard King, er lacht,

er hört sie auf der Treppe, sagt:

„Das hast du gut gemacht.“

 

Der Nachtisch gehört mir, Nadine,

und dir, und uns, uns beiden,

wir lecken uns, wir ficken uns,

wir sind nicht so bescheiden.

 

 

Für die Nächte im Kaiserkeller, die den Mythos begründeten.

 

© by Patrick Rabe, 6. Mai 2021, Hamburg.

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