Anschi Wiegand

Möchte sein wie ein Baum


Möchte sein wie ein Baum
voll Sehnsucht die Äste
der Sonne entgegenstrecken
den Wind in meinen Blättern spüren
frei mich entfalten dürfen
und wachsen, wohin die Natur
mich wachsen lässt
nicht eingesperrt in einen Garten
beständig im Wachstum gestoppt
durch die Schere eines Gärtners
der mich in eine Form zwängt
die seinen Vorstellungen
von Schönheit entspricht
doch meine Persönlichkeit
zunichte macht...
Möchte sein wie ein Baum
in der freien Natur
der noch sein darf, was er ist –
einfach ein Baum...



Anschi, März 2003

Das war eines meiner ersten Gedichte und gehört zu meinen Lieblingstexten, weil ich diese tiefe Sehnsucht immer noch in mir spüre.
Mir wurde damals gesagt von jemandem "nur ein Baum, der beschnitten wird, trägt gute Früchte". Jedoch heißt das auch, dass der Zweck des beschnittenen Baumes ist, anderen zu gefallen... deren Magen zu erfreuen, sie körperlich zu nähren... während der unbeschnittene Baum Nahrung für die Seele gibt in seiner Persönlichkeit und urwüchsigen Schönheit... Auch er bleibt nicht unbeschnitten, jedoch wird er von der Natur geformt und nicht von der Schere des Nutznießers.
Anschi Wiegand, Anmerkung zum Gedicht

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