Gabriele A.

Hörst du die schroffen Felsklippen flüstern





Hörst du die schroffen Felsklippen flüstern
rauschende Wasser ziehen vorbei
erzählen von Blicken der Herren die lüstern
einstmals begehrten die Lore Ley.

In nebelverhangenen Wäldern am Rhein
lebte die Schönheit bezaubernd und zart
atemberaubend in lieblichem Sein  
verliebt in den tapferen Eberhard

Ihr Herzallerliebster zog fort in den Krieg
die Zahl der Verehrer wuchs nun verdächtig
Sie kamen mit Liebeskummer zurück
der Sinne beraubt, des Verstandes nicht mächtig

Den Herren der Schöpfung einzig Begehr
durch Ablehnung kaum zu ertragende Not
sie liebte den Ritter doch viel zu sehr
so suchten gebrochene Herzen den Tod

Man munkelte über die Grenzen hinaus
ob sie nicht vielmehr eine Zauberin sei
die Hexe soll brennen, schrie man frei heraus
schuldig befand das Gericht Lore Ley.

Der Bischof von Köln war von ihr angetan
verhinderte dass man sie weiterhin peinigt
bot gern einen anderen Ausweg ihr an
im Kloster da wird ihre Seele gereinigt

Ihr größter Wunsch auf dem Wege dorthin
man möchte zum Abschied die Bitte gewähren
den Fels zu besteigen, sein Schloss gar zu sehn
sehnsüchtigen Herzens die Liebe beschwören.

Da fuhr ihr Geliebter dahin mit dem Schiff
wehmütig rief sie:"O Liebster mein".
Gefahr übersehend zerschellt er am Riff
ertrank in den reissenden Fluten vom Rhein

Verzweifelt stürzt sich das Mädchen hernieder
die Strömung heimtückisch zog sie mit hinab
kein Menschenauge sah sie jemals wieder
sie fand in den Tiefen des Rheines ihr Grab




(c) Nordwind

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