Hanns Seydel

DER KAMPF UM DIE FRAU

" Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird`s Ereignis;

Das Unbeschreibliche,
Hier ist`s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.
"
( - FINIS - )
( Chorus Mysticus, Ende von Goethes "Faust II" )


( für meine geliebte Claudia, es war der letzte Tag vor dem Gastronomie-Lockdown; - Hanns Seydel )


Dich will ich haben,
mit Dir will ich gehn.
An Dir kann ich mich laben,
das werd` ich noch oft Dir sagen.

Du bist die Frau meiner Träume,
und das nicht nur in des Hauses Räume.
Verzaubert hast Du meinen Sinn,
und zwar seit des Kennernlerns Beginn.

Könnt` ich die Welt Dir zu Füßen legen,
ich hätt` es längst getan.
Meine Seele kannst Du hoch bewegen,
ich zeig` Dir gerne, was ich kann.

Vor dem Lockdown war es, in der Kneip`,
wo war ein zwanglos schön` Verbleib`.
Ins Gespräche kamen wir,
mein Sinn gehörte Dir.

Es machte sich dort breit
die allerschönst` Gemütlichkeit.
Die Atmosphäre war so herrlich,
wunderbar, dass dies war möglich.

Und ich kenne auch mein` Nebenbuhler,
derer sind es wahrlich mehrere.
Auch deren Leidenschaft, sie wird nicht kühler,
bei Dir, sie fühlen sich wie Könige.

Sie saßen am Tisch bei uns zusammen
und erzählten, woher sie stammen.
Den Glücklichen schlägt keine Stunde,
sie gehen aus sich raus in heitrer Runde.

Alle meine Konkurrenten,
Dich im Blicke hatten sie.
Ihr Gespräch, es wollt` nicht enden,
Dich vergessen könnt` die nie.

Doch die Zeit schritt eiligst weiter,
die Sperrstund` hat geschlag`.
Auch morgen wollt` wir sein noch heiter,
aber Lockdown war am nächsten Tag.

Könnt` ich jetzt und immer akzeptieren,
dass Raucherin Du bist,
wir wärn zusamm` und würd` uns nie verlieren,
in unsrer Liebe gäbs kein` Frist.

Doch Gesundheit, sie hat Vorrang,
auch wenn herrscht der stärkste Drang.
Nikotin ist ungesund, nur ungesund,
das wird bezeugt von Mund zu Mund.

Aber Deine Schönheit hats mir angetan
und Deine Herzlichkeit ganz ebenso.
Herrlich war der Abend, an dem Alles hehr begann,
fern von Dem, was im Alltag sein kann roh.

Nun denk` ich, nach dem Lockdown ist mir klar,
die Gesundheit stelle ich zurück.
Auch wenn Du gehörst zu der Rauchern Schar,
Du bist meines restlich` Lebens Glück.

Mit mein` Nebenbuhlern nehm ich`s auf,
der Kampf um Dich nimmt seinen Lauf.
Viele werden um Dich kämpfen,
gestrebt wird stark mit allen Kräften.

Doch MEINE Liebe, sie ist Dir gewiss,
und dort gibt es keinen Riss.
Gegen Nebenbuhler will ich siegen,
ich lasse mich nicht unterkriegen.

Jede Traumfrau hat Verehrer,
das war schon so viel früher.
Überzeugung ist auch Mannes Wert,
die Frau ihm höchste Freud` beschert.

Aufrecht sei des Mannes Geist,
der auch in Begeisterunge nicht entgleist.
Der Frau gehöret die Verehrung,
dazu braucht`s noch nie Belehrung.

Nebenbuhler, Nebenbuhler, die gibts immer,
für Den, der das Nachsehn hat, wirds schlimmer.
Doch Wem vergönnt ist, die Geliebte zu erobern,
der weiß, dass er niemals ist verloren.

Der Kampf um eine herrlich` Frau,
moralisch für den Mann ist hehr.
Beide heiraten, sie werd` getrau`,
die Liebe wirket immer sehr !




( E N D E )
Hanns SEYDEL, 03.05.2021 - 08.05.2021
( Werk 257 )





 

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