Anschi Wiegand

Ich wäre gern...


Ich wäre gern wie Whitney Houston
mit Stimme, die zu Herzen spricht -
doch wenn mit Mühe ich dann singe
merkt jeder gleich, DAS liegt mir nicht...

Ich tanzte gern wie Ginger Rogers
ein Star einst auf dem Tanzparkett -
doch hab' ich oft zwei linke Füße
der Anblick wär' nicht wirklich nett...

Ich säh' gern aus wie Audrey Hepburn
berühmt einst und auch wunderschön -
doch glaub ich nicht, dass ich der Typ bin
wollt' nicht als Star durchs Leben gehen...

Ich lernte gerne viele Sprachen
und spräche fließend diese dann -
doch bin ich schon in einem Alter
wo ich mit Müh' nur lernen kann...

Ich hätte gern manch tolle Gabe
die ich an Andren kann verehren -
doch hab' ich selbst ja auch Talente
die ich erkennen will und mehren...

„Drum sing' und tanze, wer das kann!“
dies will ich mir ins Herze schreiben -
ich schreib' nicht schlecht und hör' gut zu
DAS sollen MEINE Gaben bleiben...

Denn will ich wie wer And'res sein
geht so viel Kraft dabei verloren
die ich viel besser nutzen kann
für Gaben, die mir angeboren...

Und wenn ich länger es bedenke
fällt mir auch noch viel mehr dann ein
was ich gut kann in meinem Alltag
und drum' will ich zufrieden sein...



© Anschi Wiegand - Mai 2021



der Text wurde inspiriert von dem Gedicht "Vorbilder" von Hanns Seydel... und auch von dem Udo-Jürgens-Song "Mein Bruder ist ein Maler"

Dieses Gedicht könnte noch viel mehr Strophen haben, das ist mir beim Schreiben aufgefallen. Sie alle sind in der letzten Strophe zusammengefasst. Ich danke an dieser Stelle nochmals Hanns, der mich mit seinem Thema dazu brachte, über "Vorbilder" nachzudenken. Bewusst habe ich bekannte Persönlichkeiten im Gedicht verwendet, doch ganz oft sind es ja auch Menschen in unserem Umfeld, die wir bewundern und um ihre Fähigkeiten beneiden... gerne so wären, wie sie.
Ich habe als Kind meine Schwester stets für viel talentierter gehalten, als ich selbst es bin. Sie konnte besser basteln, singen, tanzen, Instrumente spielen... war beliebt und hatte viel mehr Freunde, als ich. Erst später wurde mir klar, dass sie einfach andere Talente hat, als ich... und wenn ich in ihren Talenten unterwegs war, konnte ich nie mehr als Mittelmäßigkeit erreichen... weil es eben nicht meine waren, in denen ich durchaus zufrieden mit meinen Erfolgen sein konnte... ;-)
Anschi Wiegand, Anmerkung zum Gedicht

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