Saskia Charlotte Junker

Exempel

Es geht um ein Phaenomen, dass sich traurigerweise zu oft wiederholt hat,

vielen zugestossen ist, die sich fuer eine Welt mit mehr Etik einsetzen und den Mund aufmachen, wo andere bereits verstummt sind.


Es geht um Julien Assange, um Edward Snowden, um Sophie Scholl..

Um so viele andere, die der Welt nicht einmal bekannt sind.
Auch um meine eigene Geschichte und Biographie... .


"EXEMPEL
Fuer einige ging es darum,
ein Exempel zu statuieren,
An einer, die nicht schweigt,
die den Mund aufmacht,
wo Unrecht geschieht
Und jeder Art von viel zu menschlicher
Unmenschlichkeit.
Ein Exempel zu statuieren,
an einer, die den Mund aufmacht,
wenn sie sieht oder fuehlt,
was missfaellt,
an einer, die nicht beiseite schaut,
wo jemand mit Absicht
zu Boden gestuerzt wird
durch Habgier, oder Frust, oder Geld.
Ein Exempel zu statuieren
Als Warnung fuer den Rest der Welt,
Um sie zu ermahnen,
Bloss still zu halten,
wo noetig mit subtiler Gewalt.
Mit Gewalt jeder Art,
da kennen sie sich mit aus,
emotional possesiv,
demuetigend, frequenziell,
so gedachten sie zu zaehmen,
mich Frau von Rebell.
Da alles nichts half,
so dachten sie:
"Koennen wir sie schon nicht mundtot machen,
Dann greifen wir halt zu den aeltesten Waffen.
Dann eben so, dass man ueber sie nur wird lachen. "
Und so wurden eifrig Stiftte gewetzt,
manipuliert, Tratsch verbreitet,
Luegen produziert,
Bis zuletzt.
Wer es doch sah,
War nur allzu bereit.
Fuer eine kleine Dosis Gold mitzuhelfen
fuer die naechste Variante von Unmenschlichkeit.
Fuer einige ging es darum,
ein Exempel zu statuieren,
an einer die den Mund nicht haelt,
die laengst genug hat,
von einer korrupten, machtbesessenen Welt.
Ein Exempel zu statuieren,
an einer die den Mund nicht haelt,
unbeirrbar, unbestechlich,
nix mehr zu verlieren,
oder was den Weg verstellt.
Ein Exempel zu statuieren,
an einer die den Mund aufmacht,
zum Reden,
die nicht wegschaut,
die nicht weghoert,
und erst recht nicht,
um anderer Menschen's Elend lacht.
Ein Exempel als Warnung
fuer die ganze Schar.
Wo kaem man bloss hin,
wenn es einer gelingt,
Ihren eigenen Weg zu gehen,
aufzubegehren gegen Missbrauch und blind rumstehen?
Und all dies noch alleine gar?
Wo kaem man denn hinn,
wenn es einer gelingt,
die arm-reich-luecke etwas zu schliessen,
ohne jegliche Waffen,
und nur ihre Worte und Wesen,
um zu schiessen?
Wo kaem man denn hin,
wenn die Jugend ploetzlich
anfaengt zu denken?
Sich eine eigene Meinung zu formen,
anstatt kritiklos zu schlucken, was man sie "lehrt".
Und neue Formen erschaffend,
ebenfalls ihr eigenes Schicksal zu lenken,
und vor allem gegen allen Unsinn wehrt?
Ein Exempel zu statuieren,
und in gleichem Atemzug,
jede Art von Keim zu ersticken,
der beginnt kritisch Fragen zu stellen,
zu Geldherkunft oder Toten,
Modernen Menschenhandel und Betrug.
Es ging einigen vor Allem darum,
ein Exempel zu statuieren,
an mir, die den Mund aufmacht,
die hinschaut und hinhoert,
die sicher nicht schweigt,
und dies ganz egal ob Tag oder Nacht.
Und um dies zu erreichen.
Dazu waren sie zu allem bereit."


 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Saskia Charlotte Junker).
Der Beitrag wurde von Saskia Charlotte Junker auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.05.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  Saskia Charlotte Junker als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Trilettantia von Dr. Harald Krusekamp



Trilettantia ist der Titel einer Erzählung, deren Handlung Ende des 22. Jahrhunderts spielt. Trilettantia ist keine SF-Erzählung, was sie vielleicht auf den ersten Blick zu sein scheint. Was in Trilettantia in der Zukunft spielt, ist die Gegenwart, die beleuchtet wird aus einer Perspektive, die unsere heutige Wirklichkeit überwunden zu haben scheint – jedenfalls ihrem Anspruch nach. Denn selbstverständlich geht der aufgeklärte Mensch des 22. Jahrhunderts davon aus, dass in 200 Jahren die Welt – bzw. das, was wir dann darunter verstehen werden – vernünftiger geworden ist, die Vernunft wieder ein Stückchen mehr zu sich selbst gekommen ist. Aus dieser Perspektive werden uns Strukturen und Charaktere des begonnenen 21. Jahrhunderts deutlich als Atavismen erscheinen. Nun ja: jedenfalls vielleicht...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Kritisches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Saskia Charlotte Junker

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Lichtblicke am Horizont von Saskia Charlotte Junker (Kritisches)
Hexenverbrennung von Paul Rudolf Uhl (Kritisches)
HOCH HINAUS von Christine Wolny (Frühling)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen