Hanns Seydel

DER LEBENSWEG


In der Kindheit wird geboren,
was niemals geht verloren.
Die Erinnerung wird bleiben
und Nichts kann sie vertreiben.
Das kleine Kind, es kennt noch nicht
des Lebens eigentlich` Gewicht.
Der Ernst des Lebens ist noch weit
und später wird das Kind gescheit.

Im Kindergarten wird sehr schön gespielt,
die Erinnerung man stets behielt.
Das Spielzeug ist die Welt im Kleinformat,
minimalisiert ganz akkurat.
Die Mädchen hatt` ihr Püppchen
in ihrem kleinen Stübchen.
Die Buben hatten eine Bahn,
Technik zog sie magisch an.

Lesen, Schreiben, Rechnen
beginnet mit der Grundschulzeit.
Vom Spielzeug ist selten zu sprechen,
zum Lernen ist man jetzt bereit.
Nach der Grundschulzeit die Jugend schnell beginnt,
die weitre Schule wird sehr schwer.
Doch der jugendlich` Verstand erkennt
Zusammenhänge immermehr.

Das Interesse für das andere Geschlecht,
das wahrhaft ist und echt,
erblühet in der Jugend
und ist im Leben eine Tugend.
Der Bub verliebt sich in das Mädchen,
das Mädchen in den Bub.
Und was beide innigst möchten
geschiehet in der häuslich` Stub`.

Die Zeit geht dauernd weiter,
Schulzeit und Jugend sind vorbei.
Das Wissen wächst und wird stets breiter,
im Berufe ist Nichts einerlei.
Selbstbehauptung, Selbstbewusstsein,
wenn sie ehrenhaft gelebet sind,
zeigt die Seele hehr und rein,
die frei ist von jeder argen Sünd`.

Im Lebensweg kommt jetzt die Liebe,
die Frau fürs Leben ist gefunden.
Nichts Schöneres es gäbe
als der Liebe herrlich` Stunden.
Geheiratet wird dann,
die Ehezeit fängt glücklich an.
Gemeinsam wird das Leb` gemeistert,
der Seelenreichtum wird erweitert.

Der Liebe Frucht sind Kinder,
Mann und Frau, sie sind der Freude Künder.
Die Erziehung ist nicht einfach,
denn Auseinandersetzung bringet Krach.
" Vater WERDEN ist nicht schwer,
Vater SEIN dagegen sehr. "
Das Sprichwort hat was Wahres,
Erziehung ist nichts Einfaches.

Im Hause geht es friedlich zu,
des Hauses Herrin sorgt für Ruh.
Die Kinder führt sie mit Bedacht
und behandelt sie sanft sacht.
Auch wenn des Hauses Herr wird laut,
auf Ausgeglichenheit wird stets gebaut.
Die Friedfertigkeit, sie siegt am Ende
und freundlich werd` geschüttelt alle Hände

Doch im Leben wirds auch tragisch,
die Großeltern, sie sind gestorben.
Ihre Gutheit zog an stetig magisch,
bei ihnen war rein Nichts verdorben.
Erfüllt warn sie von höchsten Werten
von Anfang an bis zu ihrem Sterben.
Und es ist ein unersetzlicher Verlust,
wenn sie nie mehr können werd` gegrüßt.

Bei der Tränen ausgedehntem Meer,
tragikumwittert in herbster Stimmung,
da ist der Freude Fülle leer,
der Tod bewirkt die herbste Trübung.
Die Eltern der Eltern sind immer wichtig,
auch ihren Lebensweg, sie gingen richtig.
Des Vaters Vater, der Mutter Mutter,
sterben sie, dann ist es grausam bitter.

Doch auch das wird überwunden,
selbst wenn kommen schwerste Stunden.
Denn man denket oft an sie zurück
und an früher erlebtes herrlich` Glück.
Das Leben geht weiter, so heißt es stets,
der Vorwärtsdrängende verstehts.
Denn Stehenbleiben darf nicht sein,
auch wenn ein Schicksalsschlag hat schlimmsten Schein.

Im Beruf, da geht es stetig weiter,
nicht jeder Arbeitstag ist duchwegs heiter.
Konkurrenzkampf strenget an,
der Bessre will Jeder sein sodann.
Der Arbeitstag, er ist zu Ende,
zur Gemahlin gehts behende.
Das Abendessen ist bereitet,
der spätren Lust sind Beid` geneiget.

Die Kinder sind im Bette,
Mann und Frau sind jetzt allein.
Wie immer ist die Frau sehr nette,
beide lieben sich und mehr als fein.
Die Nacht ist angebrochen,
der nächste Tag steht vor der Tür.
Die Liebe wurde tief genossen,
wahre Leidenschaft, sie steht dafür.

Die Tage kommen, die Tage gehn,
des Lebens Wechsel wird gesehn.
Freude wechselt ab mit Trauer,
doch Empfindung, die hat Dauer.
Die Lebensmitte meldet sich,
himmelstürmend ist die Energie.
Die Eifrigen, die lasset nicht im Stich
der Wille zu dem spätren Siege.

Finster sind die Stunden,
in denen schwer wird überwunden
Enttäuschung über Ungerechtigkeit,
die beeinträchtigt die eigne Freiheit.
Normen unterworfen, wird sorgsam sich gefüget
und mit Vorhandenem sich still begnüget.
Doch der Wille treibt den Mensch voran,
er bedenket, was im Ursprung einst begann.

Das Lebensende ist gekommen,
die Zeit des Lebens ist verronnen.
Die Todesnähe ist nicht leicht,
vor allem, wenn man hatte viel erreicht.
Die Ehre ists, was im Leben zählt,
der gut` Charakter ist beseelt
von Liebe, Treue, Arbeit,
zu helfen ist er stets bereit !




( E N D E )
Hanns SEYDEL, 16.05.2021 - 18.05.2021
( Werk 263 )



 

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