Liselotte Brand-Cerny

Der kleine Gärtner 30.05.2021

»Ich werde einmal ein Gärtner sein!«
Sagt der Junge. Er ist noch recht klein.
»Einen Garten mit Blumen, schönen Bäumen,
wie in dem Park von dem wir oft träumen.
Und, Opa, ein Häuschen für uns zwei allein
niemand ausser uns darf dann hier rein.«

»Oh Marco, es ist doch nur ein Gartenhaus!«
»Ach, Opa! Was macht uns das schon aus?«

»Ich weiss nun, was wir beide machen –
auch wenn andere darüber nur lachen –
wir holen Samen für einen wilden Garten,
pflanzen nicht Salat und auch nicht Tomaten.
Viele Blumen und ein paar kleine Bäume,
so sollen sie werden, unsere Träume.
Wir werden Schmetterlinge und Bienen sehen,
und ein Windrad wird sich am Rande drehen.
Und dann noch ein Bad für die Vöglein gar,
Was meinst du, wär' das nicht wunderbar?«
Marco straht und klatscht in die Hände,
und seine Blicke sprechen Bände.

Sie nehmen zum Hofladen den kleinen Wagen,
kaufen Gemüse und wollen noch fragen,
ob man auch Blumensamen haben kann,
»denn wir beide fangen etwas Neues an.«
Dann sagt der Kleine »und für unsere Träume
haben Sie auch ein oder zwei kleine Bäume,
die man ziehen, formen und wachsen lassen kann
und nicht so viel kosten?« Da meint der Mann,
»Samen habe ich hier, da braucht es nicht viel,
dies Säckchen sollte genügen für euer Ziel.
Die Bäumchen könnt ihr dort am Waldrand suchen,
sie wachsen wild, es sind Tannen, Birken, Buchen.
Ihr könnt sie gratis haben, drei oder auch vier,
mein Junge kann euch helfen, er ist gerade hier.«

Der Junge hat Werkzeug und sie suchen sich aus,
welche Bäume sie möchten beim Gartenhaus.
Nun gehen sie zu ihrem Garten zurück,
Marco hüpft fröhlich, er strahlt vor Glück.
Mit grosser Sorgfalt sät er den Samen.
»Zu den Bäumchen, weisst du noch die Namen?«
»Oh ja, eine Tanne, eine Birke und zwei Buchen,
doch den Platz dafür müssen wir noch suchen.«
Der Junge des Bauern kommt mit den Rad daher,
»kommt, ich helfe, dann ist es nicht so schwer.«
»Danke mein Junge, das ist nett von dir,
es hilft uns gar sehr, Marco und mir.«

Schon ein Jahr später, man merkt es kaum,
haben er und Opa ihren Gartentraum.
Schmetterlinge sind da, Käfer, Bienen,
man sieht, wie sie die Blüten bedienen.
Opa bringt ein Buch mit vielen Bäumen,
»sieh hier, das ist nicht nur zum Träumen,
hier kannst du lernen, die Bäume zu pflegen,
zu schneiden, zu formen und sie zu hegen.«
Er betrachtet die Bilder, lauscht den Worten,
dann sitzt er da und träumt von den Orten,
wo seine Gärten einmal entstehen...
er kann alles schon vor sich sehen.
Blumen, Bäume, Insekten wird es geben,
Schmetterlinge… welch paradiesisches Leben.

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