Klaus Heinzl

Auf dem Herren-WC des Standesamtes...

 

„Ich liebe Dich, wie Leistenbruch.

 

Das einst im Knast geschriebne Buch,

das einer schrieb, soviel war klar,

der niemals voll der Liebe war.

 

Ich liebe Dich, als Mann der Tat,

wie jenen Wurm im Obstsalat.

Der sich dann, weil das Ding da steckt

über sein Dressing sehr erschreckt.

 

Ich liebe Dich, wie Lebertran,

den ich ja nicht mal riechen kann.

Nicht mal sein Vitamingehalt,

macht aus mir ´ne Genussgestalt.

 

Ich lieb Dich nur, bin nun verlegen,

wohl ausnahmslos der Mitgift wegen.

Wobei das Wortteil Gift nicht stimmt,

weil eine Braut das selten nimmt...

 

Ich liebe Dich nicht, würd dich nur hassen,

weshalb wir Beide es wohl lassen.

Such Dir, am Besten in der Ferne,

´nen andern, der Dich sicher gerne,

 

auf Händen über Schwellen trägt,

( der Dich gewiss auch selten schlägt,)

weil er, was ich schon heute weiß,

Dich lieber reizt mit Himbeereis.

 

Ich liebte Dich, kapier das jetzt,

noch nie, was mich nicht mal entsetzt.

Und gehst Du mir, trotz der Warnschüsse,

noch weiter blöde auf die Nüsse,

 

dann kann für nichts ich garantieren,

die Kontenance sehr bald verlieren...

 

Das alles fiel mir grade ein,

so grübelnd beim Alleinesein.

 

Steh auf und geh ins Amt hinein,

sag auf die Frage einfach ...

 

                                        ... NEIN.

 

 

© kh. 30.05.2021

 

 

In eigener Sache:
Natürlich distanziere ich mich als Autor dieses Werkes zum Gedankengut der Hauptfigur. Niemals würde es mir selbst in den Sinn kommen, einer Frau - wie schlagfertig sie auch immer sein mochte - körperlicher Gewalt anzutun. Vielmehr versucht die Hauptfigur, hier in seinen Gedankenspiel, der zukünftigen Exfrau in taktischer und bewusst taktoser Weise nahezulegen, dass ER hier sicher keine gute Wahl sei und hofft so auf ihr wertes Verständis...

In diesem Sinne,
bleibt gnädig, mir und meiner Hauptfigur (dem Bräutigam) gegenüber.


Euer Klaus
Klaus Heinzl, Anmerkung zum Gedicht

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