Karl-Julius Weber

Das Grenz-Land

Die Schnee-Kugel
All meine Sorgen sind mit mir isoliert.
All meine Hoffnung auf Mindestabstand kalibriert.
Jeden morgen, endlos' Winter in Utopia,
vor jedem verborgen, Erinnerung in Sepia,
je weniger Farbe, desto weiter ich geh,
Unterdrücktes bleibt verschwomm', Silhouetten im Schnee.

Der Beobachter
Perspektive lässt die Tristheit schmelzen,
ein Engel auf dem Boden wälzend,
von oben, ein Loch ohne Boden,
doch Sicht des Umfelds bleibt verschoben,
das Große Bild, antike Nazca-Linien,
doch von der Seit', unscheinbar' Ruinen

Die Tatsache
So bleib ich hier, auf ewig unberührt,
niemand schaut hin, auf ewig ungestört,
Der Engel gräbt in Richtung des Spiegels,
dem Teufel entgegen, Reflektion des Siegels,
offizielle Signatur, außerweltlich, doch bekannt,
unschuldige Statur, doch Feder entstammt Hand,

Das Ergebnis
Eleviert, habe ich Hammer und Meißel,
selbst kreiert, mein Drama als Geißel.
Endlich formt sich ein Konstrukt,
Sicherheit als End-Produkt.
Aus falscher Richtung, wieder Regen
und aus Segen wird mein Leben.

Der Fakt
Gefangen-Sein in Zwischen-Welten.
Belangen-Mein , die Drogen helfen.

Als roter Faden, ein paar Worte zum Titel.
Man stelle sich vor:
Ein Jeder Kopf sei ein Planet. Eine Kugel. Eine Welt für sich.
Ein Jeder versucht den anderen zu umkreisen.
Ihn zu verstehen und einzuverleiben.
Und auch, wenn es gelingen sollte.
So bleibt doch die unsichtbare Grenze, die uns alle trennt.
Karl-Julius Weber, Anmerkung zum Gedicht

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