Heinz Werner

Corona, das Licht und die Hoffnung

Corona, das Licht und die Hoffnung

 

 

Plötzlich kamen sie über uns -  ein bisher nahezu unbekanntes Virus und in der Folge eine Pandemie, wie sie unser Land noch nie oder seit  langer Zeit nicht mehr erlebt hat.

Nichts war mehr wie zuvor, unser Leben änderte sich schlagartig. Was gestern noch möglich war oder normal schien, ging nicht mehr. Unsere Freiheit war weg, oder zumindest das, was wir als Freiheit ansahen. Wir nahmen es hin, wenn auch murrend. Leider galt dies nicht für einige Uneinsichtige, selbsternannte Besserwisser oder für schlichte Gemüter, die lieber schwachsinnigen Theorien anhingen als Fakten zu akzeptieren. Wenn sie Freiheit schrien, meinten sie immer nur ihre, nicht aber die Freiheit der Anderen.

 

Es schien keine Hoffnung zu geben, es wurde nur noch schlimmer. Donde esta la luz wie es auf Spanisch so poetisch heißt – wo ist das Licht? Es gab keins! Es wurde immer dunkler, auch Reisen waren nicht mehr möglich. Wir waren gezwungen, unseren Lebensraum und unsere Aktivitäten zu beschneiden. So gerne hätten wir fremde Länder wieder mal besucht, uns mit Freunden irgendwo auf der Welt getroffen. Ein Zustand, unter dem ich besonders litt.Es war wirklich hoffnungslos. Wann immer ich einen der wenigen Flieger am Himmel sah, wünschte ich, dort oben dabei zu sein.

 

Nun können wir wieder hoffen, es doch noch mal zu schaffen.  Veo la luz – ich sehe das Licht. In den Gesichtern meiner Freunde und Nachbarn, in Städten und Dörfern, auf Marktplätzen und in Cafes. Ich sehe  viele Flugzeuge am Himmel, wir können wieder in die Ferne, wir sind frei.   Die Hoffnung ist zurück – esta es la luz - dies ist das Licht.

 

 

 

Für „Die besten Gedichte 2021/2022“ der Frankfurter Verlagsgruppe

(Anf. Juni 2021)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.06.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Stream of thoughts: Stories and Memories – for contemplating and for pensive moments (english) von Heinz Werner



Do we know what home is, what does this term mean for modern nomads and cosmopolitans? Where and what exactly is home?
Haven't we all overlooked or misinterpreted signs before? Are we able to let ourselves go during hectic times, do we interpret faces correctly? Presumably, even today we still smile about certain encounters during our travels, somewhere in the world, or we are still dealing with them. Not only is travveling educating, but each travel also shapes our character, opens up our view for other people, cultures and their very unique challenges.
Streams of thoughts describes those very moments - sometimes longer, sometimes only for a short time - that are forcing us to think and letting us backpedal. It is about contemplative moments and situations that we all know.

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