Wolfgang Hoor

Monatssprüche, 1.Teil

Januar

Der erste Atemzug des neuen

ist stets verdeckt und

lautlos.

 

Verhüllt im Schnee

im Boden festgefroren

 

ein Schneeglöckchentrieb.

 

Februar

Damit das neue nicht zertreten wird:

gesucht:

einer, der, wo immer er hintritt,

sich in seinem Garten glaubt.

 

Einer, der zu den Schneeglöckchentrieben,

die er unter der Erde vermutet,

sprechen kann:

Ihr steht gut

 

März

Die ersten Blüten, die du siehst,

sind plötzlich da.

Aber auf einmal gewachsen

sind sie nicht.

 

Das Interesse, das du zeigst,

wird plötzlich belohnt.

Doch es hat sich langsam

Entwickelt.

 

April

Jeder Neubeginn, jeder Anfang hat

irgendwann

seine Flausen.

Treibt auch dem Wohlwollenden

ins Gesicht

Hagelschauer.

 

Mai

Obstblüte färbt, wohin man sieht,

das Land.

Welche Verschwendung von Phantasie!

 

Welche Gewalt!

 

Was für eine Gewalt, die zu

nichts zwingt.

(O, überlies das nicht.

Lauf dir im Mai die Absätze schief

nach der Obstblüte.)

 

Juni

 

Auf meine Tochter, als sie noch mit jedem lachte!

Ich war nur neidisch, als ich damals dachte:

 

Jetzt bist du nichts und lachst mit jedem.

In dreißig Jahren wirst du etwas sein.

In dreißig Jahren wirst du viel mehr reden

Wird dann dein Lachen auch noch herzlich sein?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.06.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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