Igo Dieter

Wiegengedicht für David Michael

In neblig’ graues Schweigen
hüllt sich der Mond heut Nacht,
als wolle er nicht zeigen,
wie man den Schlaf bewacht.
Von zartem Vlies verborgen,
bedeckt sein Angesicht,
erwartet er den Morgen
in mattem, gold’nen Licht.

Geformt zur feinen Sichel,
steht er am Himmel still,
schaut auf den kleinen Michel,
der noch nicht schlafen will.
Die Sterne winken müde
durch’s Schleierwolkenzelt
und blicken voller Güte,
herab auf unsre Welt.

Im großen Sterngetümmel
spricht jeder sein Gebet,
zu unsrem Gott im Himmel,
der über Welten steht.
Auch hegen sie die Bitte,
wie’s fromme Menschenkind:
„Herr bleib in unsrer Mitte,
dass wir geborgen sind“.

Ein Wiegenlied sie singen
dem kleinen Knaben, sacht.
Es wird ihn träumend bringen
durch's Dunkel dieser Nacht.
Der Tag ist eingeschlafen,
liegt nun in sel’ger Ruh
im fernen Himmelshafen,
drum schlaf mein Kind auch du.

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