Angie Pfeiffer

Dreh mich nicht mit dem Wind

Dem Einen bin ich zu weit links,
dem Anderen zu viel rechts.
Ein Dritter meint, die Mitte sei
schon lang von mir besetzt.
Sie sind sich einig: Einerlei,
wo alle Drei mich sehen,
ist es nicht richtig und deshalb
bleib ich hier einfach stehen.

Der Eine meint, wie’s früher war,
so bin ich gar nicht mehr.
Ein Anderer beklagt sich sehr,
dass ich wie früher wär‘.
Und fällt ihnen so gar nichts ein,
dann sagen sie im Chor,
dass ich nun einmal komisch bin,
das kommt ihnen so vor.

Der Eine sägt mit Amüsement
an meinem kleinen Ast.
Der Andere, er grübelt noch,
was ihm an mir nicht passt.
Was immer ich auch mach‘ und tu,
für sie wär’s ein Fauxpas.
Zu meckern gibt es immer was,
das ist bei ihnen klar.

Doch gibt es Leute, Gott sei Dank,
die sind wahrlich nicht so.
Für sie zu schreiben was ich denk‘,
das macht mich richtig froh.
Solange es sie für mich gibt,
sie gute Freunde sind,
bleib ich ganz einfach wie ich bin,
dreh mich nicht mit dem Wind.
;o)

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.06.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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