Anne van Heel

Tod

Und lachend sah ich dem Tode ins Gesicht

Die Angst aus meinem Herzen sah man nicht.

Ich spürte keinen Pein,

kein Leid.

Und lachend sah ich dem Tode ins Gesicht.

Niemand trat hervor.

Niemand sah sich um.

Die Welt war stumm,

stumm wie ein Gedicht

dass man nicht spricht.

Vergessen und verloren.

Und lachend sah ich dem Tode ins Gesicht.

Ich weinte nicht

vergoß keine Träne.

Die Einzigen die weinten waren meine Träume

Träume aus Nichts als Hirngespinst.

Silbern schienen mir diese einstigen Hoffnungen,

schienen gar Illusionen von Narren zu sein.

Und lachend sah ich dem Tode ins Gesicht.

Sah sie alle um mich herum, wie sie zeigten,

wie sie wie Haie um mich kreisten,

wie sie, SIE sich für besser hielten.

Obwohl ich beschworen und gekrochen,

gebrochen und verstummt zu ihren Füßen gelegen hatte.

Oh sie Narren, oh sie Narren sollten sie doch lachen und mich verhöhnen

Ihren Leben frönen.

Ich hatte sie alle besiegt, ich war gegangen meinen Weg.

Das dachte ich.

Damals.

Vor Ewigkeit.

Doch wie Würmer, wie Ratten nagten sie und fraßen

Meinen Verstand, meinen Körper.

Und jetzt steh ich hier.

Und lachend seh ich dem Tode ins Gesicht.

Erlös mich rief ich ihm zu.

Ich fürchte meine Welt mehr als deine.

Stille verletzt einen nicht, dort.

Und Menschen gibt es hoffentlich nicht,

im ewigen Eis.

Führ mich heim. Heim in dein Reich.

Doch der Tod sah mir ins Gesicht und schüttelte den Kopf.

Ich rate dir, Mensch, zu gehen. Jene Schwelle nicht zu betreten.

Deine Zeit kommt erst noch.

Ich schüttelte traurig den Kopf.

Eine Antwort auf die Frage, auf alle Fragen die man sich stellt:

Warum? Wieso? Wie alt? und vieles mehr gab es bereits eine Antwort.

Dort im Netze jener die jagen. Unerkannt und Vermummt.

Mit Wörtern schlagen und nicht sehen der Seele andrer Menschen Grund.

Diese sollt ihr fragen.

Und lachend sah ich dem Tode ins Gesicht und trat übern Rand.

Feuer fing mein Körper und verbrannte als ich fiel ins Bodenlos

Und lachend reichte mir der Tod seine Hand. Und lachen nahm ich an.

Und lachend starb ich wo ich weinend saß.

Dieses Gedicht ist für Byron Daniel Bernstein, besser bekannt als Reckful. Möge er in Frieden ruhen.Anne van Heel, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.07.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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