Herbert Kaiser

Das Leben

Wenn aus Gefühlen Liebe wird 

Die auch im ersten Frost nicht stirbt 

Wenn man das Gute stets betont 

Hat das Leben sich gelohnt.

 

Wenn dir ein neuer Morgen winkt

Und die dunkle Nacht versinkt 

Der erste Sonnenschein dir lacht 

Hat man mit Gnade dich bedacht.

 

Wenn Gottes Füllhorn sich ergießt 

Im Schnee der erste Krokus sprießt 

Und Dankbarkeit im Herzen ruht 

Bekommt die Seele neuen Mut.

 

Wenn Kinderlachen dich erfreut 

Und keine Sünde dich mehr reut

Dann ist das Glück auf deiner Seite 

Du weißt um Untergang und Pleite.

 

Wenn jeder Tag zum Anfang wird

Sich nicht im Selbstmitleid verliert

Hast du den rechten Weg beschritten 

Im Leben Hoch und Tief durchlitten.

 

© Herbert Kaiser 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.07.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Ein geborener Nobody hat, sofern er überhaupt jemals etwas besitzt, höchstens ein Drittel von dem, was die Norm ihr Eigen nennt. Denn er hat nun mal keine Lobby und somit auch keinerlei Protektion. Steht dabei immer in vorderster Linie des täglichen Überlebenskampfes, sich dabei selbst im Wege und muss gegen tausende Dinge ankämpfen, von deren Existenz die Masse erst einmal gar nichts weiß. Für Charly stehen die Sterne bereits schlecht, als er 1950 in Düsseldorf als Sohn staatenloser Eltern geboren, die ersten Lebensjahre in einem alten Backsteingebäude heran wächst, das hinter vorgehaltener Hand der blutige Knochen genannt wird. Als staaten- und heimatlos gestrauchelter Seemann, Chaot, Loddel und Taxifahrer, begegnet er im Alter von 53 Jahren seiner Muse, in die er sich unsterblich verliebt, sie jedoch kurze Zeit später wieder verliert. Philosophierend taumelt er weiter durch den Keller des Lebens. Seine teilweise selbst erlebte Geschichte erzählt der Autor in der Gossensprache, die er gelernt hat und reflektiert damit das Leben im gesellschaftlichen Randzonenbereich. ..für viele unserer so unglaublich normalen, überschlauen Zeitgenossen, auf eine manchmal etwas vulgär formulierte Art zu schmutzig. Aber die Wahrheit ist nun einmal schmutzig.

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