Thomas S. Lutter

Die Macht der Niedertracht


Wir wissen nicht, woher sie kommen
All die Befehle in der Welt
Die so verklärt und so verschwommen
Zerreißen, was zusammenhält
So raffiniert, daß selbst der Kluge
Sie unbedacht als wahr versteht
Schon unterliegt er dem Betruge
Weil er, im Herzen umgedreht
Vermeintlich glaubt, es schlüge dorten
Wo's schlagen soll im rechten Takt
Es läßt sich längst nicht mehr verorten
Und ist in Gläsern abgepackt
Die der verwaltet, die ihm dienen
Mit hohem Seelengut entlohnt
Und die im Geiste durch Routinen
Durch Selberhaß schon umbewohnt

Wir wissen nicht, woher sie kommen
Diese Zerstörer dieser Welt
Die wie der Blitz emporgeklommen
Damit sie allbaldigst zerfällt
Vermutlich aus den Unterwelten
Dort, wo die schlimmste Feuersglut
Und teuflische Gebote gelten
Fernab von Gott in ew'ger Wut
Drum bleibt in treuer Wahrheitsliebe
Wie rasch war's um das Recht gebracht
Sie kamen nächtens wie die Diebe
Wenn alles schläft und keiner wacht
Doch eines sei euch anversprochen
Selbst wenn der Teufel euch regiert
Am End' wird seine Macht gebrochen
Schon weil er weiß, daß er verliert
Und wenn's ihn gibt, wenn's logisch scheine
Dann eben auch das Gegenstück
So kehrt, ihr ahnt schon was ich meine
Zu uns'rem Heil auch Gott zurück!

© Thomas S. Lutter
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.07.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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