Dieter Kamensek

Der Diktator

Ein Diktator herrschte gar strenge,
in einem weit entfernten Reich,
Man überlegte ob es wohl gelänge,
ihn zu stürzen, wenn geht, sogleich.

Für viele Tote war er verantwortlich,
er war grausam, kalt und roh,
er war eine Geisel, ganz sicherlich,
keiner war in seiner Nähe froh.

Länder berieten, drohten und planten,
und kamen mit Krieg und Tod,
auch wenn viele Andere sie davor warnten,
zu kämpfen war ihr einziges Gebot!

So gab es viele Menschen die starben,
es gab viele verwundete Leute,
es entstanden viele Wunden und Narben
der Tod erhielt eine fette Beute.

Doch weiter ging Gemetzel und Mord,
auch als der Tyrann war enthoben,
es gab nirgendwo einen sicheren Ort,
weiter konnte der Krieg nun toben.

Es starben viel mehr Menschen in dieser Zeit,
als der Diktator es hätte jemals geschafft,
der Todesacker war nun viel länger und breit,
denn der Krieg hatte Tausende hingerafft.

Nun kamen auch die versteckten Kriege,
gegen alle zugleich, auch gegen jeden,
niemand dachte dabei an wirkliche Siege,
man schoss, anstatt miteinander zu reden.

Viele die gar nicht mit dabei am Feld,
sie hörten bereinigte Meldungen nur,
reden sehr gescheit und spenden Geld,
bleiben bei den erzählten Geschichten stur.

Sie akzeptieren nicht, dass es nun schlechter ist,
sie sehen weg vom aktuellen Leiden,
sie krähen laut wie der Hahn auf dem Mist,
und wird weiter die bittere Wahrheit meiden.

Noch immer sterben und verkümmern Personen,
noch mehr Armut und Leid entstand,
kann sich ein Krieg jemals auch nur lohnen?
Alles entzweit was einst noch verband.

Den Terror hat die Befreiung gebracht,
das Leid und die Not die sie geschaffen,
Verwüstung und Armut aus Krieg gemacht,
doch die Menschen reden weiter und gaffen.

Der Diktator regierte hart und strenge,
doch hielt er zusammen das Volk im Land,
keinen anderen danach nun gleiches gelänge,
durchbrochen das einstige Band.

Wir Menschen sind noch nicht so weit,
lassen wir doch erst erblühen, es reifen,
manchmal braucht es seine eigene Zeit.
auch Zeit, um dies wirklich zu begreifen.

Der Krieg kann keine Antwort sein,
auf keine unserer Fragen,
nur der Wille, klar und rein,
kann Weisheit in sich tragen.

Dem Toten kümmert nicht,
nie und zu keiner Stunde,
durch wen sein Auge bricht,
was gesagt wird aus fremdem Munde.

Dem Hungernden ist es egal,
wer kann es ihm verdenken,
wer verursacht seine Qual,
wer vermochte es zu lenken.

Im Gedenken an die erfolgreich gestürzten Diktaturen

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