Igo Dieter

Kurz gefasst.... :-)

Ich bin gläubig, aber nicht verbissen,
und lässt die Religion auch manche Antwort missen,
so glaube ich an das Gute in der Welt,
dass nicht gerade vom Himmel fällt,
aber ständig erreichbar uns umgibt,
wenn einer das Leben und die Menschen liebt.
Mir ist nicht wichtig was an Thesen,
seinerzeit bei der Religion gewesen,
Tabu und Dogmen sind nicht für mich gedacht,
weil ich es sowieso nicht beacht.
Ich glaube, und das jeher in meinem Leben,
Liebe kann man von Menschen zu Menschen geben,
Gutes kann jeder tun oder lassen,
als Einzelner, in Gruppen oder in Massen.
Das Paradies ist in uns, den Menschenkindern,
und niemand kann uns daran hindern,
den göttlichen Funken zu spüren und zu leben,
und immer wieder zum Guten hin zu streben.
Namen sind nur Schall und Rauch,
und dadurch denke ich nun auch,
meine Religion kann keine Kirche fassen,
auch nicht jene unglaublichen Massen,
die so denken wie ich es tue,
mit mir, in der größten Ruhe,
glauben Sie an die Liebe und ans Leben,
und wollen mit Liebe zum Lichte streben.

Leider hat die Kirche, stets und immer,
rigorose Ideen, und noch schlimmer,
sie haben Angst vor neuem Wissen,
darum leugnen sie so vieles ganz verbissen.
Es muss alles so sein wie die Kirche sagt,
sonst einem das schlechte Gewissen plagt.
So steht es unwiderruflich fest für immer,
eine Verbesserung dazu gibt es nimmer:


Jesus war allein das Kind,
am Jakobus Ossuar nur Lügen sind,
er hatte in Magdalena keine Frau,
dass wissen die Kirchenfürsten genau,
Maria war stets unbefleckt,
was auch immer sonst dahintersteckt,
er starb am Kreuz, ganz leidvoll,
ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Er kam wieder zurück ins Leben,
um Auskunft jenen zu geben,
die auf ihn vertrauten,
und jenen die auf ihn bauten.

Doch ist es nicht egal,
ob er starb am Kreuz mit langer Qual,
oder ob er noch leben konnte,
und bis zu seinem Tod woanders wohnte?
Ich denke die Botschaft, die er uns gebracht,
den eigentlichen Wert des Glaubens ausmacht.

Die Kirche auf beiden Augen blind,
was die Wissenschaft und Forschung find,
Sie hört auch nicht einmal zu,
lässt Du den Glauben nicht in Ruh.
Wir sollten beachten was Jesus sagte,
und nicht die Ergebnisse, als die Kirche tagte.

Ich denke – und glaube, trotz der Kirchenlehre,
dass nichts besser wäre,
als Liebe zu leben, und Liebe zu geben,
dass diese alles umfängt hier im diesseitigen Leben.

Ich denke:
Jakobus war sein Bruder,
Magdalena war kein Luder,
Judas nur ein Opfer war,
das ist laut Nag Hamedi klar,
Maria ging nach Ephesus,
auch für Johannes war dort Schluss,
Josef nahm eine zweite Frau,
dass weiß man recht genau.
Johannes der Täufer beliebter war,
das war auch jedem klar,
denn er war offen gegen die Aggressoren,
darum hat er seinen Kopf verloren,
Jesus übernehmen wollt,
doch niemand ihm Aufmerksamkeit zollt.
Erst später kam er zu Ehren,
und durfte einige belehren.
Seine Aposteln immer um sich herum,
doch es war einfach zu dumm,
die Lehre wollte nicht ganz greifen,
ein Plan musste her und auch reifen.
Erst durch ein großes Opfertum,
drehten sich die Leute um.
So kam es wie es kommen muss,
mit dem Reden war nun Schluss.
Verhaftet, gefoltert und gequält,
dass ist es, was bei Leuten zählt.
Hingerichtet, so wird gesagt,
was auch seine Jünger plagt,
auf das Kreuz brutal geschlagen,
er muss dies alles allein ertragen.

Das Kreuz aber sah ganz anders aus,
das kam bei den Historikern raus,
links in die Brust gestochen,
als er am Kreuz zusammengebrochen,
half mehr, anstelle zu erlösen,
und so waren sie auch gut, die Bösen.

Ein Schattenjünger gab sein Grab,
weil er dachte, dass der Meister starb,
doch er kam wieder hervor,
und stand bei dem Grabestor.
Das weitere ist ein alter Hut,
für viele Geschichten und Verehrung gut.
Und wie geht es weiter?
Erstieg er die Himmelsleiter?
Oder war Indien das weitere Ziel?
Wir wissen darüber nicht viel…

Wenige hat es interessiert,
was mit Ihm zuvor passiert.
War er unterwegs in Indien, lange Jahr,
dass damals auch in Mode war?
Hat er woanders sich gebildet,
ohne dass man einen Hinweis findet?
Waren seine Wege weit?
wie verbrachte er seine Zeit?
Ich will gerne wissen und auch erahnen,
wie verliefen seine eigenen Bahnen?
Glauben dort, wo Wissen fehlt,
aber erst das Wissen den Glauben stählt.
Nur zu Folgen einer Spur – egal wohin –
Ist falsch, und macht nicht wirklich Sinn.
Aber weiter geht es im Sauseschritt,
ich lad Dich ein, komm kurz mit.

Der Glaube lange dümpelte vor sich hin,
kein großer Zuspruch war dem Volk im Sinn,
erst Konstantin dem Glauben stützte,
sodass es dem Christentum nützte.
Ein Rüpel, ein rücksichtsloser Tyrann,
trieb den christlichen Glauben voran.

Augustinus, der große Lehrer,
tat sich beim Glauben auch schon schwerer,
er liebte eine Frau, wie in seinem Buch Vita brevis zu lesen,
 „Floria Aemilia“ war anscheinend Ihr Name gewesen.
Es gab keine Philosophie mehr zu der Zeit,
und Forschung und Entwicklung waren weg,..sehr weit.

Viele Irrungen und Wirrungen weiter,
überblicken wir, wie oben auf einer Leiter,
was weiter geschah auf der Welt,
und was als Information noch fehlt.

Gehen wir tausend Jahre voran,
und sehen was der Glauben nun kann.

Das 10te  Jahrhundert im Vatikan,
Mätressen gaben vor den Weg, die Bahn,
sie regierten die Pornokratie,
heute spricht man darüber fast nie.
Theodora die erste, voran,
Macht über den Papst gewann.
Marozia, Ihr Kind, viele Jahr,
Sergius dem dritten zu Diensten war,
Ihr beider Kind wurde auch,
so wars geplant und auch so Brauch,
Papst, und führte so auch weiter,
das Leben im Vatikan froh und heiter,
der Bischof von Cremona es erzählt,
und hat den schriftlichen Weg gewählt.

Luitprand fand es gar nicht toll,
wenn der Vatikan mit Mätressen voll,
er fand auch die Orgien nicht so gut,
und er hatte auch den Mut,
es zu schreiben und zu sagen,
sonst konnten es nicht viele wagen.
1139, im zweiten Lateran Konzil,
erreichte man nach Besprechungen das Ziel,
die Kirchenmänner zum Zölibat zu verpflichten,
dass konnten man danach allen Gläubigen berichten.
Die Orgien gingen weiter, mindestens 500 Jahre,
und stärker wurde auch im Volk der Glaube, der wahre.

Auch Hildegard von Bingen,
nicht sanfte Töne zu nicht Adeligen gelingen,
denn der Adel bleibt lieber unter sich,
und so zeigt es sich unterm Strich,
Selbst im Glauben gibt es Klassen,
so wie verschiedene Rassen.

Fünfhundert Jahre später,
wieder gab es Kirchenväter,
bekehrte man im fernen Land,
Eingeborene die man dort fand.
Sie wurden gerettet, wir es kennen,
entweder Bibel küssen, oder im Feuer brennen.
Aber auch in Europa, der Alten Welt,
der Glaube nun allen gut gefällt,
aber Hexen sind gefährlich,
und dem Volke leicht entbehrlich,
wieder brannten die Feuer überall,
zeugen von Glauben und auch Qual.
Im fünfzehnten Jahrhundert, gut bekannt,
man aber auch etwas anderes fand.
Zum Konzil von Konstantinobel, ab 1414, gar fein,
fanden sich die Kirchenmänner mit (eigenen) 700 Huren ein.
Luther hatte was dagegen,
er ging mit den seinen auf anderen Wegen.
Ablasshandel, Verdummung und auch Gewalt,
trafen Junker Jörg ganz kalt.
Doch er war auch nicht so viel besser,
er lieferte so manchen auch ans Messer.
Seine Zustimmung zu einer Bigamie,
vergisst das Volk ihm wohl nie.

So ging es in der Geschichte weiter,
meist nur für einige immer heiter.
Die Geistlichkeit vereint mit Adel und Macht,
kommt immer mehr zu Glanz und Pracht.
Gab zu Kriege und Hinrichtungen den kirchlichen Segen,
und war auch nicht zimperlich auf anderen Wegen.
Bis in unsere Zeit fragt man nun,
was kann der wirkliche Gläubige tun?

Missbrauch, Unterschlagung, Skandale und Geld,
alles Böse, dass die gläubigen Christen überfällt,
wie kann man das alles wirklich erklären,
wo hier die Liebe und Wort Gottes wären?
doch vielleicht ist es nur eine Prüfung des Herrn,
und wir sollten weitergehen, bereit und gern,
hin zum ewigen Himmelreich da oben,
wo auch die Engel wohnen?

Der Papst zeigt uns sein Gottvertrauen,
darum darf man ihn nur durch Panzerglas anschauen,
Sein Auto einer Festung gleicht,
es zu Gottes Ruhme dafür reicht?
Es sind auch alle Kirchen verschlossen,
und so mancher Gläubige ist verdrossen,
steht er vor verschlossenem Tor,
bei dem Gotteshaus davor.
Vertrauen auf Gott ist wohl beschränkt,
wenn man an seinem Leben und an Eigentum hängt.

Auch heute, es scheint zumindest so,
wird man mit der Kirche nicht so richtig froh.
Man predigt Wasser und trinkt Wein,
und will auch noch geachtet sein.
Mit dem Allmächtigen im Hintergrund,
wird verschlossen so mancher Kritikermund.

Doch zu leicht ist die Gegenargumentation,
und so mancher verzweifelt schon,
erfährt er von folgender Geschichte,
welche ich euch nun berichte.

Der Teufel sagte im Streite einst zum Herrn,
alle Menschen nennen dich den Allmächtigen gern,
erschaffe einen Stein, den Du nicht zu heben vermagst,
und wenn Du Dich auch noch so viel und lange plagst.
Kannst Du Ihn erschaffen und nicht heben,
oder es kann niemals einen solchen geben,
dann bist Du zwar mächtig, aber nicht Allmächtig genug,
und Dein Ruf ist nur Lug und Trug.

Glaube hat nicht unbedingt mit der Kirche zu tun,
und lassen wir den Irrglauben ruhn,
dass nur die Kirche den Glauben vermittelt,
und sich zu Recht als Glaubensträger betitelt.
Glaube kommt aus der Herzensmitte,
darum auch an die Gläubigen die Bitte,
lebt die Nächstenliebe offen,
und wir alle können hoffen,
dass es in der Zukunft besser wird als es war,
zumindest in den vergangenen 2000 Jahr.

Sicher gibt es auch Gutes zu berichten,
oft Legenden und rührselige Geschichten,
prüft man aber den Wahrheitsgehalt,
erfährt der Prüfer schon alsbald,
dass nicht alles ganz der Realität entspricht,
und eher gleicht einem Heldengedicht…

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.08.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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