Ingrid Baumgart-Fütterer
Welcher Poet "verdichtet" welche Themen am liebsten?
Was mir zu Ohren gekommen ist.......
Ein Diätkoch, der gern Reime drüber schreibt,
was passiert, wenn man sich zu viel einverleibt.
Ein Psychologe, der gern drüber dichtet,
wie man Depressive wieder aufrichtet.
Ein Züchter von Weinbergschnecken, der gern reimt
über Mollusken und wie man sie entschleimt.
Ein Entertainer, der gern Gedichte schreibt
über das, womit man sich die Zeit vertreibt.
Ein Perückenmacher, der gerne dichtet
übers Kopfhaar, das sich bei andren lichtet.
Eine Schwangere, die liebend gerne reimt
über die Leibesfrucht, die in ihr aufkeimt.
Was mir noch zu Ohren gekommen ist...
Ein Psychiater, der gerne Gedichte schreibt
über das, was Menschen in den Wahnsinn treibt.
Ein Staatsanwalt, der gerne drüber dichtet,
wie man das Ausmaß der Straftat gewichtet.
Ein Vorgesetzter zuweilen drüber reimt,
wie manch ein Arbeiter sich bei ihm einschleimt.
Ein Paarberater, der gern Gedichte schreibt
über Methoden, wie man zusammenbleibt.
Ein Bettelmönch, der gerne drüber dichtet,
wie man auf Annehmlichkeiten verzichtet.
Ein Männerberater, der gern drüber reimt,
wie ein Mann haltlos, frei und ohne Scham weint.
Hiermit schließe ich dieses Thema ab, denn wie Anschi bereits anmerkte,ließe es sich endlos fortführen.
Diese Beispiele zeigen auf, dass Poeten am liebsten Gedichte schreiben, mit denen sie sich identifizieren (können).
Anmerkung: Behauptung entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage
Diese Verse sind entstanden in Anlehnung des Gedichts "Warum dichten" (Adalbert Nagele)
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.08.2021.
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