Dieter Kamensek

Priester

Nicht falsch verstehen und/oder interpretieren,
denn dies ist zur Weisheitserlangung wichtig.
doch Fragen stellen sei erlaubt und richtig,
ich will damit keinen angreifen und/oder sabotieren.



Ein Bäcker bäckt Brot,
das macht satt, und die Wangen rot,
Ein Schuster macht Schuhe,
damit geht man weit, und in aller Ruhe,
Ein Koch kocht und brät Speisen,
die braucht man überall, Daheim und auf Reisen,
Ebenso ist es bei Post und Bahn,
deren Nutzen geht uns allen an,
auch bei Spitälern, Praxen und Kanzleien,
hat Jedermann durchaus Nutzen bei den Dreien.
Selbst bei Müllabfuhr, Bergwerk und Co,
ist man bei deren Arbeit froh,
Theater, Schauspiel und mehr,
diese Arbeit zu bewundern freut uns sehr.

Doch bis heute bin ich mir nicht ganz gewahr,
was heute die Aufgabe der Priester ist und war,
er ist eigentlich ein Beamter und Brauchtumshüter,
hauptsächlich rein für die weltlichen und geistigen Kirchengüter,
Sie sind von Menschen berechtigt Segen zu spenden,
doch das kann jeder, es liegt auch in unseren Händen.
Er alleine kann Sakramente vollziehen oder auch nicht,
darüber man im Benedictionale spricht.
Menschen – nicht Gott sagt – was der Priester darf und nicht,
da erscheint sein Wirken in einem anderen Licht,
Er liest Messen, Verehelicht, Tauft und singt,
er predigt, und manchmal mit dem Bösen ringt,
die Menschen geben ihm die ganze Macht,
und erhöht wird dabei die kirchliche Pracht.
Sagt ein Politiker ein Wort, ein Versprechen,
und hält er es nicht ist es fast ein Verbrechen,
Der Priester erzählt von alter Geschichte,
tausendmal gehörte Glaubensberichte,
baut diese in seine Reden und Predigt ein,
und hat auch lieber anstelle Wasser den guten Wein.
Beim Sterben gibt er die nötigen Sakramente,
da ist aber auch sein Wissen zu Ende.
Er gibt auch der Heirat seinen Segen,
doch auch da sind sie oft schon falsch gelegen,
Scheidungen und Seitensprung trotz der Sakramente,
ist der Glauben hier zu Ende?

Gibt es von Gott für den Menschen einen Katalog,
was er tun soll wenn er böse war, hintertrieben oder log?
Kennen nur die Priester seinen Willen, seinen Sinn,
oder vermuten auch bei der Beichte einfach vor sich hin?
Kein Gebäude ist groß genug um Ihn je zu fassen,
doch nahm keiner darauf je Bedacht und konnten es nicht lassen,
Sie bauten Kirchen, Dome, Basilika und Häuser um Ihn zu binden,
und wollten Ihn in der Pracht der Kirche finden.
Nur das Beste und Teuerste war gerade recht,
doch das erinnert weder an Gott noch dem Messias echt,
gerade Christus hatte nur Liebe und Verzeihen mit sich geführt,
und damit die Menschen und Ihre Seelen berührt
​​

Ich denke, wenn es einen Gott gibt, und darauf will ich hoffen,
steht für jeden Menschen die Himmelstür ganz offen.
Ich brauche keinen von Menschen bestimmten Verwalter,
der einem zwingt von der Geburt bis zum Alter,
ein System zu leben und zu unterstützen,
welche niemand anderen als Ihnen selber nützen.
Er ist ein Mensch, von Menschen berechtigt,
und dadurch fühlt er sich ermächtigt,
zu richten und zu urteilen, zu weisen und zu mahnen,
ohne oft die Schicksale der Menschen dabei zu ahnen.

Wäre  er wirklich auserkoren und erwählt,
er sicher nicht seinen Gehalt und das Geldopfer zählt,
er hätte vielleicht einmal mehr als Frömmeleien zu sagen,
und es wäre für alle leichter zu ertragen,
wenn man die Wahrheit ehrlich akzeptiert,
und die Tatsachen einfach prolongiert.

Brauchst Du Trost, Unterstützung und Zuspruch, sogar Rat,
brauchst Du Hilfe, oder ein offenes Ohr, oder sogar eine Tat
ist es an Dir die Freunde zu finden,
die Du und Sie Dich in dem Leben einbinden,
der Priester hört Dich zwar an,
doch für Ihn bist Du ein Fremder und alles was er kann,
ist Beten und aus dem Buch vorlesen, oder aufsagen,
er wird für Dich weder zahlen noch ein Päckchen tragen,
er kann vieles nicht einmal verstehen,
denn bei den Katholiken ist weder Heirat noch Kinder vorgesehen.
Aber egal welche Richtung, welche Institution,
man weiß im Grunde eigentlich vorher schon,
alles ist von den Menschen gelenkt und gerichtet,
und immer werden irgendwelche Geschichten berichtet,
die ganz woanders sich zugetragen haben sollen,
und wenn wir Einzelheiten wissen wollen,

so sei in der Kürze gesagt und erzählt,
wo Christus gewirkt, geboren und seine Apostel erwählt,
es war im Nahen Osten, nicht in Europa, vor langer Zeit,
unsere Religion war das Keltentum weit und breit,
bis die Römer kamen und uns diese nahmen,
und schließlich kam das Christentum als neue Religion,
und schon erfolgte die Missionierung schon.

Im Grunde beruht alles auf die Nächstenliebe,
keine Gewalt, kein böses Wort, keine Rauferei und keine Hiebe,
Vorgaben die niemand real so leben kann,
weder ich, noch Du, und auch nicht der Mensch von Nebenan.
Zeig mir den Christ der sich einfach schlagen lässt,
und auch noch erträgt den ganzen Rest,
der niemals lügt, alles und immer verzeiht, und vergibt,
weil er alle Menschen respektiert und liebt.
Ich denke es gibt auch keinen Christen,
zumindest kenne ich keinen auf den Namenslisten,
der mit dem Existenzminimum deshalb lebt,
weil er nach dem Himmel und seinem Seelenheil strebt,
und alles verschenkt und mit Freude spendet,
und so das Böse von der Welt abwendet.
Jeder ist so gern bei den Frommen dabei,
wenn keine Verpflichtungen, keine Opfer, nur frei,
wer verzichtet auf sein Haus, sein Auto, seine Kleidung gar,
wer verzichtet auf gutes Essen, und dem Urlaub im Jahr?
Wer verzeiht jede Missetat und Verbrechen, jede Schurkerei?
Wenn es einem selbst betrifft – wo bist Du dann dabei?
Frömmlereien, solange sie kein wirkliches Opfer verlangen,
solang man nicht selbst muss um eine Einbuße bangen,
solange man auf nichts verzichteten muss,
denn dann ist mal wieder mit dem Christsein Schluss.

Es ist so feige und so unchristlich wie nur geht,
was der Mensch predigt und dann einen anderen Weg einschlägt.
Wir sind nur im Überfluss bereit,
Geld zu spenden und auch noch Zeit.

Ich bin gläubig, aber vielleicht kein Christ,
da bei mir allem voran die Familie ist,
Ich bin kein verständnisvoller „Ohrfeigenempfänger“,
denn auch da sind meine Arme schneller und länger,
ich renne nicht mit klugen Sprüchen umher,
wie es wohl im Jenseits wär.
Es gibt nirgendwo, in der ganzen Bibel nicht,
einen Hinweis von Wiedergeburt und dessen Sicht,
einen Absatz der uns Hoffnung macht,
dass auch im Jenseits irgendwer nach dem Tod erwacht.

Beim Christentum – man kann es sagen,
braucht man nach Wiedergeburt oder Weiterleben niemals fragen,
schon lange ist und war es bekannt, so steht es auch geschrieben,

es ist keine zweite Chance zu bekommen, zu kriegen.



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.08.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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