Karl-Konrad Knooshood

Deutscher Humor - Ein Requiem



 

Hatt sie lang nicht mehr gesehen,

mir vergingen Hören, Riechen, Sehen,

mein Kinn fiel in den Schoß:,

Sie verglich glatt Hausfrauen mit Fliegen,

die von ihr den Dreck abkriegen,

wo soll denn da groß der Witz drin liegen,

in diesem Hass, "Satire"-Art,

 

Was will denn diese GEZ-ÖR-Gören-Liese,

normalen Frauen Kinder vermiesen,

diese ßaukramp' ohnegleich'?,

Mir wurd klar:,

 

Deutscher Humor – ist tot!,

Er fiel im Feme-Henker-Scharlachrot!,

 

Dann war da der dicke Rundglatzschnösel,

mit seinem lachhaften Gebrösel,

aus albern' Wortspielklaub-Gedrösel,

gibt uns die Propaganda-Pille weich,

spielte da noch Häme, Humbug mit rein,

und er konnte nur drauf rum mehr hacken,

"Die da sind blau = braun zum Kacken,

und in den Nacken schlag ich sie",

Wo ist da noch Scherz und Fein-Esprit?,

Ich mein', man kann ja kritisieren,

parodieren, persiflieren, doch insultieren ist zu fad!,

 

Deutsch-Comedy – ist tot!,

Sie schimmelt wie hartes Vollkornbrot!,

 

Fein, subtil und überlegend,

das ist eben Albernen nicht gegeben,

in der heutigen Flachwitz-Zeit!,

Man kann lange darauf warten,

dass die Humor-Treiber-Potentaten,

mal liefern mehr als zündend' Pointen,

trefflich geht's nur noch mit Frame!,

Wie SHAKESPEARE schrieb: "By any other name",

doch diese Stilblüte: keine Rose,

das ist 'ne Linksschock-Bock-zu-Gärtner-Pose,

eine Hass-, Verriss-Psychose,

denn Deutschhumor fehlt Stil, fehlt Biss!,

 

Deutsch-Kabarett – ist tot!,

Es starb an akuter Pointen-Not!










(06.06.2021)
(C) 2021, Knorke Humoorhood 



Stulle: "Deutscher Humor", "deutsch und Humor", ist das nicht ein Oxymoron?

Knorke: Ein Paradox vielleicht - oder ein Widerspruch in sich?

Stulle: Man behauptet ja, Deutsche seien nicht lustig.

Knorke: Man unterstellt vieles, Verkrampftheit, Verstocktheit, Verbohrtheit, die Unfähigkeit, sein Leben in
vollen Zügen zu genießen, die Früchte eigener Arbeit. Kalte Effizienz in allen Dingen, Überkorrektheit
(leider zurzeit in politischer Korrektheit), Mitläufer- und Denunziantentum... Da gibt's 'ne ganze Menge,
das man uns vorwerfen kann.

Stulle: Humor haben wir auch nicht!

Knorke: Ich habe mal einen weisen Menschen sagen hören, dass es in jedem Land der Erde irgendeine
Art Humor gibt. Wir in Deutschland haben ihn auch, einen sehr eigenen, sehr speziellen sogar. Gut,
momentan ist er sehr viel mehr vom amerikanischen, britischen etc. geprägt, wie in so vielen Dingen und
Bereichen. Ein alter Freund von mir sagte einmal, es handele sich um eher "plumpen, vordergründigen
Humor". Das kann ich nur bedingt unterschreiben. LORIOT, HEINZ ERHARDT, DIETHER KREBS, RÜDIGER
HOFFMANN, DIETER NUHR, DIETER HILDEBRANDT, INGO APPELT, ATZE SCHRÖDER, FRANK GOOSEN,
SERDAR SOMUNCU, RUDI CARELL, MIKE KRÜGER, KARL VALENTIN, FREDL FESL, DIDI
HALLERVORDEN, KARL DALL, NIKOLAI BINNER, HARALD SCHMIDT, OLIVER KALKOFE, BASTIAN
PASTEWKA - um nur einige zu nennen - sie alle bilden die bunte deutsche Humorlandschaft ab...

Stulle: Alles Männer...

Knorke: Dafür kann ich nun nichts. Es ist seit jeher so: Frauen sind witzig, können lustig sein, doch nur
wenige trauen sich ins Comedy-, Kabarett- oder Stand-Up-/Sketch-Fach. Es ist einfach so.

Stulle: Du nennst hier eine...

Knorke: Ja, CAROLIN KEBEKUS, die mir gänzlich abgefallen ist.

Stulle: Weil sie fiesen Humor macht?

Knorke: Der deutsche Humor ist jetzt endgültig tot.

Stulle: Also doch kein deutscher Humor. Wieso?

Knorke: Das Lied handelt von der aktuellen Situation. Die politische Gesamtgemengelage in Deutschland
ist seit spätestens 2015, eigentlich schon 2010, seit SARRAZINs Buch, seit einigen anderen Warnern vor
Problemen, die aufkommen würden (und es taten), kompliziert geworden, mindestens. Harmlos
ausgedrückt. Wie unser Land moralisch, ethisch, kulturell, gesellschaftlich, sprachlich (gender), rechtlich,
rechtsstaatlich und politisch verfällt, drückt sich in vielen Sektoren des öffentlichen Lebens aus:
Einseitige Dokus auf ÖRR-Sendern, Framing, regelrechte Staatspropaganda in der Presse, Hass auf
Andersdenkende, Opposition (im und um das Parlament), Polizeigewalt.
Der Humor ist ein weiterer Sektor, in den das Virus der political correctness und des linken ZeitUNgeistes
voll eingesickert ist. Modernes Kabarett, auch Sketche und Shows wie die HEUTE SHOW bestehen halt
nur noch aus Konsens im Dissen (also Fertigmachen aller, die im Dissens stehen), da wird ausgeteilt
gegen alle Nichtlinken, die automatisch "braun" sind, also "Nazis", Andersdenkende, Querdenker
(mittlerweile ein neues Synonym für "Nazis", einen Begriff, der in verharmlosender Weise und inflationär
verwendet wird), alle, die den offiziellen Regierungskurs nicht mitgehen, die kritisch sind, hinterfragen,
skeptisch sind, Angst haben vor dem Verlust ihrer Freiheit etc.
Dieser Humor besteht nur noch aus Hass auf die Abweichler, den man hinter dem Label "Satire" verbirgt,
um nicht in Kritik zu geraten. Ein BÖHMERMANN, eine KEBEKUS, eine gewisse SAHRA BOSETTI allen
voran, die tragen ihren Hass offen vor, verpacken ihn in 1-2 Zoten und tarnen alles als "Satire", wenn
ihnen Empörung entgegenschlägt. So nach dem Motto: "Ist doch nur ein Gag, ist zwar aus meiner Sicht
wahr und klingt genauso hasserfüllt wie er ist, aber wenn du ihn doof findest, bist du eben Nazi und
dumm und kapierst "Satire" nicht!"

Stulle: Da ist also sehr viel Esprit, wie Du schreibst, verlorengegangen? Was ist denn nun mit Frau
KEBEKUS?

Knorke: Es gab so einen Beitrag, in dem es u.a. um Feminismus, Frauenrechte etc. ging. Unter anderem
wurden britische sog. "Trad Wives", also "Traditional Wives", mit anderen Worten "traditionelle
Hausfrauen"/"klassische Hausfrauen" gezeigt, die sich entschlossen haben, aus FREIEN STÜCKEN, nach
dem traditionellen Rollenbild zu leben: Der Mann geht jeden Tag hart arbeiten und bringt die Kohle mit
nach Hause, die Frau kümmert sich derweil um Haushalt und Kinder! Wenn man es so machen möchte,
sollte man es tun. Ist nicht mein Modell, bei uns ist es quasi umgekehrt: Ich mach alles im Haushalt und
muss sehen, dass ich langfristig die Kohle mit nach Hause bringe - aber man kann es so machen.
KEBEKUS verglich diese Frauen nun mit Stubenfliegen (!), die im Dreck ihrer Zimmerlampe rumflögen
und die sie für so dämlich hielt, dass sie sie "umbringen" wollte, so wurde es verkauft, natürlich mit
vielen Lachern und dem ganzen dämlichen Brimborium. Frauen wie KEBEKUS, voll gut verdienend,
HASSEN solche Frauen, die sich aus FREIEN Stücken entscheiden, sich um Haus und Kinder zu
kümmern, wie es häufig eben arbeitsteilig zwischen Mann & Frau so ist. Man KANN dieses traditionelle
Rollenbild gern in Frage stellen, aber solchen Leuten irgendwie indirekt den Tod zu wünschen, ist
Comedy-unwürdig. Das ist Dreck, gegen den selbst klassische Dickenwitze harmlos sind.

Stulle: Und der andere Typ, der WELKE? Den meinst Du doch in Strophe 2?

Knorke: DER ist sowieso ein Fall für die Klapse. Dessen Truppe macht einen miesen Humor. Ist eine ZDF-
Sendung. Mir ist schon immer aufgefallen, dass die ÖRR-Sender, auch im Vergleich zum Privat-TV, ein
ziemliches Humor-Defizit haben. Entweder, sie machen totale Flachwitze, die schon beim Zuhören
Fremdscham hervorrufen und/oder verstecken ihren ungezügelten Hass auf alle ihre GEZ-
Gebührenknechte, insbesondere all die Nichtlinken, auf die sie übrigens herabsehen, in dumpfen Idioten-
und Kiddiewitzen. ZDF und Co. finden halt Sachen komisch, die es nicht sind. Und werden immer
ekelerregender dabei. Dabei gibt es auch verschiedene Regeln: Juden zu kritisieren, ist automatisch
antisemitisch (selbst im Scherz, wie es LISA ECKERT gemacht hat) - und in der Tat: meist ist Kritik am
Judentum mit mehr oder minder verstecktem Antisemitismus angereichert. Das kann sogar von
verschiedenen Seiten so sein, also nicht exklusiv von rechts, sondern auch links und islamisch oder
einfach sonstwoher. Islamkritik ist nicht mal mehr in kleinen Dosen erlaubt. Kritik am Turbo-Feminismus
und seinen extremistischen Auswüchsen in der letzten Zeit: da kann man sich auch gleich die Schrotflinte
in den Mund stecken. Kritik am Christentum: gib ihm! Da ist ordentlich was möglich! Da wird Blasphemie
zum neuen guten Ton. Wer in Frage stellt, dass der Klimawandel zu 100% menschengemacht ist, kann
auch gleich gehen, Kritik an der neuen Klimareligion ist ein Karriere-Killer. Nur an den modernen
Feindbildern der mainstreambeherrschenden Linken kann man alle Intoleranz ablassen und allen Hass
auskübeln und schnell noch ein "Satire"-Schild draufkleben: Da werden Deutsche zur "Köterrasse", zu
"Almans" oder "Kartoffeln", da wird über den "alten weißen Mann" als ultimativem Bösewicht
hergezogen, die AfD gilt automatisch als Nazipartei, selbst wenn sie ein Hänfling im Vergleich zu dem ist,
was NPD, III. WEG und andere echte Nazi-Kleinparteien von sich geben, Männer sind sowieso alle böse
(bis auf die aus Afrika und dem Morgenland, die zu uns kommen, die sind immer geradezu Heilige),
Corona-Maßnahmen-Kritiker sind von vornherein "Leugner" und werden mit "Holocaustleugnern"
gleichgesetzt, zumindest im Tonfall, dann gibt's noch angeblich überall Reichsbürger und
Verschwörungstheoretiker, über die man auch alles sagen darf, sogar ihnen einen unschönen Tod
wünschen, da sind die "Humor"-Grenzen nach unten offen. Je tiefer unter deren Gürtellinie, desto besser.
Dabei werden sie nicht mal inhaltlich angegriffen, all die aufgezählten Leutchen, sondern es geht
grundsätzlich ins Ad hominem. Da wird sich über besorgte Bürger lustig gemacht, da wird sich von einer
Humor-Elite der ÖRR (gelegentlich auch der Privaten) über die normalen Menschen erhoben, die ein
normales Leben leben wollen, da wird abgekanzelt, abgeurteilt.

Stulle: Obwohl die Humorschaffenden vielfach von unseren Rundfunkgebühren leben, nicht wahr?

Knorke: BÖHMERMANN, KEBEKUS, BOSETTI - denen geht's ausgesprochen gut. Die müssen weder
arbeiten noch irgendwas tun. Deren Gags müssen sie auch nicht selbst schreiben - und wenn, haben sie
dazu alle Zeit der Welt. Und jede Menge Wein - oder was man so trinkt in erlesenen Kreisen. Vielleicht ist
Wein zu profan, eher Champagner, diese 500-Euro-pro-Flasche-Sorten.
Humor ist halt, wenn man trotzdem noch lachen kann...

Stulle: Aber früher wurden doch auch schon fiese Witze gerissen?

Knorke: Wie vieles in dieser Zeit: Es hat eine neue Qualität. Zudem: Meistens wurde früher keine
politische Agenda verfolgt, der Humor war nicht das Vehikel, mithilfe dessen man seine populistischen
Phrasen unters Volk streuen wollte. Zumindest subtiler war es, WENN es so war. Heute gibt es eine
Agenda...

Stulle: Welche?

Knorke: Natürlich eine stark linkskonnotierte. Seit den 68ern geht es nur noch in eine immer linker
werdende Richtung. Das ist alles.

Stulle: Danke für dieses Gespräch, Knorke.

Knorke: Dir auch, Stulle!
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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