Thomas S. Lutter

Alles hat - und bald - ein Ende



Alles hat - und bald - ein Ende
folgt die Strafe auf dem Fuß
auf daß es sich wieder wende
Gott zur Ehre und zum Gruß
und zur Ehr' uns Menschen eben
die wir Lügendiener sind
zähneknirschend weiterleben
weil wir staatsverordnet blind

Alles wird sich widerrichten
gegen das, was uns zerstört
bis in's Letzte selbst vernichten
dorthin, wo es hingehört
in den letzten Höllentiegel
weil es daraus einst empor
zugesperrt mit Eisensiegel
und ein Cherubim davor

Sieh, die Welt ist bald zugrunde
alles platzt aus jeder Naht
und mit jeder neuen Stunde
übt man weiteren Verrat
an der Wahrheit, an den Sitten
an der Liebe, der Moral
an der Sprache. So gelitten
hat es nie, wie dieses Mal

Diese Bosheit hat Methode
ist von langer Hand geplant
Diese letzte Periode
ward prophetisch angemahnt
schon vor tausenden von Jahren
itso ist es eben wahr
wird von selbst sich offenbaren
weil's noch nie so offenbar

Seht, die Teufel schmieden Pläne
aber diesmal fallen blank
Menschenseelen statt der Späne
von der Teufel Hobelbank
und sie sind es erst zufrieden
wenn der Letzte kontrolliert
was da kreucht und fleucht hinieden
stumm gehorcht und stramm pariert

Wer bis heut' nicht bei Verstande
der begreift's wohl nimmermehr
Hirnverbrannt durch's Vaterlande
läuft man hinter Muttern her
dient mit schleimigem Gegeifer
ist des Unrechts rechte Hand
gibt als Henkersknecht mit Eifer
jede gute Haut zum Pfand!

© Thomas S. Lutter
 

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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