Günter Weschke

Hirtenlied

Hirtenlied


Dort wo die Erde brennt,
einst meine Heimat war,
wo kein Baum mehr in den Himmel ragt
man auch sein Dorf nicht mehr erkennt.
Da bin ich geboren, da wo man Heimat sagt.
Verbrannt ist alles, was einmal Heimat war.
Asche weiß, vom Wind getrieben,
durch karges, arg verbranntes Land.
Von Dörfern ist hier nichts geblieben,
wie es einst war, vorm Untergang.
Meine Weiden einst so dunkelgrün,
hier werden niemals Rosen blühn‘.
Ach, ich brauche nicht das arme Land,
auch meine Tiere sind verbrannt.
Dort wo die Erde brennt,
War einst mein Heimatland.

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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