Rolf Hippler

Als Stern

Sanft weht der Wind, ein Hauch von Ferne

durchflutet leise mein Gemüt.

Hoch über mir Millionen Sterne

wie Blumen auf dem Feld erblüht.

 

Wie gerne würde ich dort stehen,

hell strahlend blicken auf die Welt.

Doch müsste ich dann wohl auch sehen

so manches, was mir nicht gefällt.

 

Die Menschen, die sich redlich mühen

und doch am Ende nichts besitzen.

Gedanken, Wünsche, die verglühen,

wie warme Luft durch Fensterritzen.

 

Die Ehrlichen, die Treuen, Guten,

die für dich da sind, Tag und Nacht.

Die schaffen, schwitzen und sich sputen,

mit dir geweint, mit dir gelacht.

 

Wenn sie einst geh’n, wer denkt an sie,

erinnert sich an ihre Taten?

Die Blumen dann auf ihrem Grab,

Vergesslichkeit in kleinen Raten?

 

Ein Kind, das heute neu geboren,

noch die Erfahrung vor sich hat.

In Zwänge sich noch nicht verloren,

ein Hoffnungsschimmer, in der Tat.

 

Was kann ich tun, muss ich mich fragen,

als Stern wohl nichts, es tut mir leid.

Kann nur die Hoffnung in mir tragen,

auf eine andre, bessre Zeit.

© Rolf Hippler

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.08.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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