Dieter Kamensek

Globalisierung für uns alle

Viele Völker, eine Welt,
viele Menschen, nur eines zählt,
wir alle sind Brüder und Schwestern,
das sind wir morgen, sind es heute, und waren es gestern.
Niemand hat mehr wert als der Nächste,
egal ob der stärkste oder schwächste,
egal welche Farbe Deine Haut,
egal ob still oder laut.

Wir sollen alle global denken,
unser Augenmerk auf die Vermischung lenken,
unser Handeln so auszurichten,
dass wir darin erkennen unsere Pflichten.
Die vielen Aufgaben eines Jeden in unserer Welt,
werden von der Gesellschaft an uns gestellt.

Globales Denken und globales Handeln,
solange wir auf diesem Planten wandeln,
bestimmen unser Denken und unser Tun,
stets bemüht ohne auszuruhn.
Viele Augen uns begleiten und uns sehn,
ebenso die Aufmerksamkeit wohin wir gehn.

Ich mache einen kleinen Vergleich,
zu der Vermischung - als Beispiel - sogleich.
Ich geh in ein Restaurant meiner Wahl,
lese die Karte mit den Speisen ohne Zahl,
ich entscheide mich für meinen Speiseplan,
und bald schon kommt der Kellner damit an.

Meine Kürbiscremesuppe, mit Gambas garniert,
Wildente mit Gnocchi, schön verziert,
Pekannuss-Karamelltörtchen mit Bananenbeignets
In meinen Gedanken ich es riech und seh‘s,
dazu Torrontés, Morellino, und Cream Sherry zum Schluss,
das ist, fürwahr, ein Gaumengenuss;
Der Kellner hebt nun feierlich die Glocke ab,
mit einem vornehmen „Bitte sehr“ ganz knapp,
dann seh ich ein komplettes Wirr Warr auf der Platte
und mir ist noch nicht klar was er da für mich hatte.
Alles was ich bestellt mit Freude, und auch essen wollte,
auf der Platte durcheinandergemischt, nun rann und rollte,
die Gerüche ebenso zum grausigen Fiasko vereint,
mein Herz vor Enttäuschung bebt und weint.
Jede Speise, jeder Wein… ein Lobgedicht für sich allein,
so zusammen nur Abfall, so kann es doch nicht sein?

So ist es auch mit der Vermischung im eigentlichen Leben,
manchmal mag es wohl Glückstreffer geben,
doch wenn alles durcheinander, bunt vermischt,
auf die eigenen Wurzeln, und den eigen Wert man bald vergisst.
Heute versucht man oftmals zurück zu züchten und zu kreieren,
Dinosaurier, Schafe, Bäume und auch Viren,
zurück zur eigentlichen, ursprünglichen Quelle,
zurück bis zu der gesuchten Stelle,
wo der Same war noch klar und rein,
doch vergebens, es kann niemals mehr so sein.
Doch nicht nur junge Menschen bunt vermischt,
wie der Felsen und die Gischt,
auch alte Menschen junge, exotische Partner sucht,
gleich die Reise nach irgendwohin bucht,
statt der Wanderung auf die Almen,
gibt's Amore unter Palmen,
Russland und Asien ist auch sehr gefragt,
auch wenn Dich das Alter plagt.

Meist nach einer kurzen Zeit,
it es dann oftmals so weit,
dass man traurig erkennen muss,
mit der Verliebtheit ist nun schluß.
Es gab bei der Akkzepantz zu tiefe Gräben,
und damit müssen nun auch die Kinder leben,
die entstanden aus dem Verliebtheitsreigen,
doch alle Gobalisierungsfreunde dazu schweigen.



Warum können wir nicht akzeptieren und so denken,
dass die Völker ihre eigenen Geschicke selbst sollen lenken?
Ein jedes hat seine Mentalität, Brauch und seine eigene Art,
manchmal selbstsicher und mächtig, manchmal fein und zart.
Jedes Volk und jede Gruppe haben ihren eigenen Wert,
doch nur solange wie der Gedanke währt,
dass alles gleich an Gewicht und Ansehen auch,
und Lippenbekenntnisse sind nur Schall und Rauch,
zwangsweise Globalisierung über Völker und Regionen,
da kann nur der Ruin und das Verderben wohnen.
Jedes Volk hat eigene Märchen, Mythen und Tradition,
die sind nicht kompatibel und ersetzbar schon,
Jedes Volk hat eine eigene Geschichte und auch Denken,
zeugen wir Respekt, indem wir dem unsere Aufmerksamkeit schenken.
Vieles wir oft gar nicht wissen und auch nicht verstehn,
aber mutig den Weg der Völkervermischung gehen.
Und auch hier sei gesagt und hingewiesen,
die eigene Kultur und Mentalität werden so hochgepriesen,
doch in Wahrheit, man es gerne vergisst,
niemand wichtiger als der andere ist.
Doch denke ich – als kleiner, naiver - Mensch auf Erden,
was soll nun wirklich aus der Menschheit werden?


 

Da derzeit meine Zeit leider sehr begrenzt ist, und ich niemanden enttäuschen will weil ich seinen
Kommentar nicht beantworte, ersuche ich alle, meine Beiträge wie ein Buch zu sehen... man kann es lesen,
sich ärgern oder freuen, es weglegen, unterbrechen oder fertiglesen, man kann darüber schimpfen, es
weiterempfehlen, sich darüber unterhalten... aber man kann nicht wirklich interaktiv seine eigene Sichtweise
mitteilen (man kann es hier schon,... aber wie geschrieben, ich beantworte eventuell die Kommentare nicht
:-))(Ein Buch - zum Unterschied zu meinem Beitrag- kann man auch zerreißen, verbrennen, wegwerfen,... ich
denke, dass ist auch nicht möglich) - nicht verärgert sein... Danke
Dieter Kamensek, Anmerkung zum Gedicht

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