Thomas-Otto Heiden

Der Mörder





Der Mörder



Ein Mensch der nahm,  
nem anderen sein Leben.  
Und schmiss ihn einfach weg wie Dreck.  
Vergrub ihn Nachts,  
ganz tief im Walde.  
Ganz nackig, ohne nix.  

Nun lag im Wald ein Toter Junge,  
er zählte grad erst vierzehn Jahr. 
Kein anderer, der gewusst davon, 
kein anderer, der je was sah.  
Nur dieser Mörder wusste es.  
Der tote Junge war sein Schatz,  
der keinem anderen gehörte.  
„Nur Ihm!“  
„Nur Ihm ganz allein.“

Geboren vor so vielen Jahren,  
in einer warmen Sommernacht.  
Wie Stolz warn da die Eltern.  
Ein Sohn das war´s,  
was sie sich so sehr wünschten.  
Jetzt hielten sie ihn, fest im Arm.  

Wie haben sie sich da gefreut,  
sie fanden keine Worte.  
Sein Name wurde schnell gefunden,  
„Felix“, sollt es sein,  
so sollt der Junge heißen.  
Was „Der Glückliche“ bedeut.  

Dann wuchs er auf,  
sehr glücklich und zufrieden, 
umsorgt und gut behütet,  
vor allem Schlechten auf der Welt.  
In einem kleinen Vorstadthaus.  
Bis hin, zu diesem Tage.  

Sie alle, „waren – lebten“, sehr bescheiden!  
Haben geholfen jedem,  
der da war in Not.  
Und sie um Hilfe bat.  
Ob Mensch ob Tier,  
bei diesen netten Leuten,  
da hatte man es immer gut.  

Nun lag sein Körper tot im Walde,  
ganz kalt und ohne Leben,  
Verscharrt und dann mit Laub bedeckt.  
Das Gesicht, ganz ohne lächeln,  
dafür verschmutzt mit Dreck.  
Vom Mörder der ihn dort vergrub,  
und heimlich gut versteckt.  

Es wurd ganz still in dieser Nacht,  
in diesem kleinen Walde.  
Als ihn der Mörder dort verbarg.  
Die Tiere haben sich, sehr scheu versteckt,  
aus Angst vor diesem Manne.  
Der Unheil in den Wald heut trug. 

Zwei Tage später kam mit seinem Hunde,  
ein Jäger an dieser Stelle dort vorbei.  
Der Hund schlug an,  
und bellte furchtbar laut.  
Als bald grub er den Toten Körper,  
von diesem lieben Jungen,  
mit seinen kleinen Pfoten aus.  

Der Jäger schaute fassungslos,  
dann, mit einem lauten Schrei.  
Kannte er doch diesen Toten Jungen,  
seit seiner Geburt. 
Er war so oft zu Gast,  
in seiner Eltern Haus.  
Ging ach so oft, bei ihnen ein und aus.  

Dann eine Woche später,  
begrub man diesen armen Jungen.  
Die Eltern und die Freunde,  
sie standen an dem Grabe,  
und alle weinten sehr.  

Nicht weit, 
im Dickicht hinter einer alten Tanne,  

da stand der Übeltäter,  
und schaute aus der Ferne, 
dem ganzen Treiben zu.  


Wie hat er da gezittert.  
Doch leider nicht vor Angst.  
„Oh Nein“.  
Denn er war sauer, 
wütend, hat geflucht,  

weil ihm genommen wurd sein Schatz.  

Die Zeitungen sie schrieben jeden Tag,  
von dieser üblen, „Gräueltat.“  
Der Mörder aber,  
ward noch nicht gefunden.



„Das ist jetzt fünfzehn Jahre her“.  


Geraubt das Leben, diesem Jungen,  
ganz einfach so, aus purer Lust am Töten.  
Der Mörder selbst,  
er lebte einfach sorglos weiter.  
Doch manchmal, ja, da dachte er an seine Tat.  
Ging dann im Wald,  
am Ort des Schreckens still vorbei.  

Mit seiner Frau und seinen Kindern,  
genoss die Sonne und den Regen er.  
Spielend - lachend, mit den Kindern.  
Tanzend durch die Welt mit seiner Frau.  

Ein neues Opfer war da schon gefunden,  
ein neuer Schatz, 
der bald schon ihm gehören sollte.  

„Nur ihm ganz allein!“  
Doch war die Zeit dazu noch nicht so weit.  
Es brauchte noch mehr Planung. 

Der arme Junge tief in seinem Grabe,  
die Sonne nie mehr sehen konnte,  
und auch den Sommerregen,  
nie mehr verspürt, auf seiner Haut.  
Nicht lacht nicht tanzt,  
und niemals wieder,  
das Glück und auch die Liebe fühlen konnte.  
die Eltern fanden keinen Trost. 

 
Das war dem Mörder ganz egal,  

der lebt einfach fröhlich weiter.  
Genoss sein Leben voller Freude.  

Dann eines Tages,  
es war im Herbst, 
ein sonnig warmer Tag.  

Da kam die Polizei zu dieses Mörders Haus,  
und nahm ihn mit, 
auf das Revier.  


„Ja!“  

Es hat sehr lang gedauert.  
Bis man den Sauhund hatte.  
Doch schließlich,  
haben sie ihn doch gefasst.  
Die seine „DNA“ hat ihn zu Fall gebracht.  

Als er nen Raub begann.  
und er sich schlicht dabei,  
ne kleine Wunde eingebracht.  
Sein Blut, es tropfte auf den Boden.  
Es war das letzte Puzzleteil,  
das noch gefehlt.  

Jetzt wünsch ich mir von ganzem Herzen,  
auch wenn ich weiß,  
dass es niemals so geschieh,  
das dieser Menschenmörder niemals wieder,  
was zu lachen hat und Freude spürt,  
zu keiner Zeit die ihm noch bleibt.  
Nie wieder glücklich sein darf,  
den Sommerregen nie mehr spürt auf seiner Haut.  

Er sollt vermodern und verrecken,  
in einem dunklen Kellerloch,  
bei Wasser und bei trocken Brot.  
Und jeden Tag,  
eins auf die Fresse,  
solange,
bis er irgendwann,  

dann weg ist, 
von der Welt und Tot.  


Doch leider haben solche Menschen,  
„Auch Rechte“  
Genau die Selben wie auch wir.  
Weil sie als Mensch geboren wurden.  
Genau wie dieser arme Junge auch.  

Ich würde sie ihm gern aberkennen dürfen,  
dann hätte er zu lachen gar nichts mehr.  




Thomas-Otto Heiden 


 

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