Thomas-Otto Heiden

Der erste Stein






Der erste Stein  



Vorletzte Nacht da wurd ich wach,  
vernahm ich doch ein Ächzen und ein Stöhnen.  
So stand ich auf aus meinem Bette,  
um kurz darauf danach zu suchen.  
Doch konnt ich nichts und niemand finden,  

So legte ich mich wieder schlafen,  
und als das Licht erloschen war,  
da fing,  
das Ächzen und das Stöhnen wieder an.  
So stand ich wieder auf,  
doch diesmal suchte ich genauer.  

Als ich es endlich fand war ich erstaunt.  
Das Stöhnen kam vom ersten Stein,  
ganz unten in der Mauer.  
Er klagte mir sein Leid,  
wie schwer es für ihn wär,  
weil er der erste Stein, in dieser Mauer wär.

Die ganze Last, die liegt auf ihm,  
seit nun schon vielen Jahren,  
und er hat Angst davor,  
er kann die Last nicht länger Tragen.  
Wie gern er wär, 
hoch oben auf der Mauer,  

der allerletzte Stein.  

Dann könnt er schauen in die Ferne,  
und wäre nicht hier unten so allein.  
Ich sprach zu ihm, „Du mein lieber Stein“  
„Du bist sehr wichtig“  
denn ohne dich,  
da gäbe es die da ganz weit oben,
nämlich nicht.  


Du bist der Wichtigste von allen,  
du kannst es mir ruhig glauben.  
Der Stein, er kam zur Ruhe,  
hat er sich doch, so sehr gefreut,  
das er als erster Stein so wichtig,  
hat sich seitdem nie mehr Beschwert.  
Und es bis heute nicht bereut.  




Thomas-Otto Heiden

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