Thomas-Otto Heiden

Ins Bett gemacht

 

 




Ins Bett gemacht  



In seinem Bettchen lag er still und leise,  
hat nicht gewagt sich zu bewegen.  
Die Eltern hatten es verboten.  
Mit strenger Stimme,  
den Zeigefinger hoch erhoben.  

Das Mobile hoch oben über ihm,  
mit Musik hat es sich immerzu gedreht.  
Die Eltern wollten nämlich nicht,  
dass er des „Nächtens“  
aus seinem Bettchen, sich erhebt.  

Stets vor dem Schlafen gehen,  
da sollt er dann Pipi machen.  
Ob er denn musste, oder nicht.  
Dann saß er auf dem Töpfchen brav,  
und hoffte das was geht.  

So sehr er sich auch mühte,  
kein Tröpfchen wollte kommen.  

Doch seine Eltern wollten Resultate sehen.  
So kam ihm eine List.  
Als sie nicht schauten im Moment,  
da nahm er blitzeschnell den Zahnputzbecher.  
Dann goss er etwas Wasser in sein Töpfchen.  

Als dann die Eltern schauten,  
da waren sie sehr froh.  

Jetzt lag er still in seinem Bettchen,  
und schaute hoch zum Mobile,  
wie es sich sachte drehte,  
und lauschte der Musik dabei.  
Dann schlief er ein.  

Träume kamen und sie gingen,  
dunkel war die Nacht.  

Da ist er plötzlich aufgewacht.  
Sein Bettchen war ganz feucht geworden,  
er hatte,  
unter sich gemacht.  

Der Traum kam wieder den er hatte,  
da saß er auf dem Töpfchen drauf,  
und die Natur, sie ist nun einmal so,  
sie nahm dann ihren Lauf.  

Jetzt wurde ihm ganz Angst und Bang,  
der alte Teddybär aus Korbgeflecht,  
der auch am Bettchen hing,  
der würde ihn jetzt holen.  
So hatten ihm die Eltern es gesagt,  
wenn er bei Nacht jemals aufsteht,  
oder in sein Bettchen macht.  

Die Angst in ihm stieg immer höher,  
doch er blieb liegen in dem feuchten Nass.  
Schlief unter Tränen wieder ein,  
bis er am Morgen aufgewacht.  
Dann machte er sein Bettchen selbst,  
damit ein keiner sehen konnt,  
was „Nachts“ geschah.  

Doch sein Malheur wurd schnell entdeckt,  
da wurd er wieder,  
in sein Bett gesteckt.  
Dort sollt er bleiben bis es trocken wär.  
das sollte ihm dann sein,  
ne Lehr.  

Das war es auch,  
und zwar sogar bis heute.  
Denn niemals wieder,  
da musste er des „Nächtens“ raus.  
Doch morgens,  
sobald er dann erwacht,  
da muss er rennen, muss sich eilen,  
damit er es noch rechtzeitig,  
aufs Töpfen schafft.  





Thomas-Otto Heiden

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