Karl-Konrad Knooshood

Regional



 

Aus der Region,

Anbau nach Tradition,

ländliches Idyll,

abgepackt, abgefüllt,

und nicht in Malaysia,

und nicht in China oder Nicaragua,

heimelig heimatlich heimatnah,

- da weiß man, was man kriegt und hat,

 

Nicht global, sondern zentral,

das Ideal liegt in Regional,

und es ist natürlich, bekannt, berechenbar,

obwohl 's noch nie so kombiniert war,

und so bunt auch hier – bunt genug,

wider den weltläufigen Selbstbetrug,

ohne Plastik, in Elastik-Papier oder im Krug…










(13.01.2021)
(C) 2021, Knorke Ruralhood 


Stulle: Du stehst heute auf "regionale Küche"?

Knorke: "Regional schlägt global".

Stulle: Sehr geistreich.

Knorke: Ist nicht von mir, sondern von weisen Werbe-Leuten, die jedoch im Namen einer Partei recht
haben. Regionale Erzeugung, regionales Flair, Lokalkolorit, Lokalpatriotismus. In Stichworten sage ich es
Dir gern.

Stulle: Lokalpatriotismus ist falscher Patriotismus, ist der schlechte Ersatz, das Methadon für Menschen,
die sich nicht trauen, positive Gefühle für ihr Patria (Vaterland) zu empfinden, also der Ersatz, der im
Rahmen des den Bürgern Gestatteten liegt. Deshalb wird auch so auf ihn gepocht, denn ER ist ja
salonfähig, ER ist legitim, so wird es vielfach verkauft. Sagte doch der OUTDOOR ILLNER.

Knorke: OUTDOOR ILLNER ist ein weiser Mann, einer der besten Philosophen unserer Zeit, ähnlich wie
GUNNAR KAISER. Wer hört schon auf RICHARD D. PRECHT?

Stulle: Doch beängstigend viele...

Knorke: Das hast Du recht. Was hat das mit Deinen Fragen zum Regionalen zu tun? Ich hatte lediglich
angemerkt, was das Regionale für mich ist.

Stulle: Du hast zwei Wörter entfernt. Als ich mir die zweite Mail durchgelesen habe, die "verbesserte"
Version, fehlten zwei entscheidende Wörter, die was mit "Multikulti" zu tun haben. Siehst Du das als
Gefahr für das Regionale?

Knorke: Die Dosis macht das Gift oder wie das heißt, sagte PARACELSUS, glaub ich. Zu viel Einfluss aus
allzu viel Äußerem zerstört in der Tat viele Prinzipien und Strukturen des Regionalen. Es ist kompliziert,
würde hier den Rahmen sprengen. Frag mich nicht. Für einen Essay zu DEM komplizierten, heiklen Thema
fehlt mir die Geduld. Jedenfalls außerhalb eines natürlichen ländlichen Kosmos. Nun, ich fand diese zwei
Wörter unpassend, da sie vielfach positiv assoziiert werden. Das gibt nur unnötigen Ärger mit der "Alles-
bunt-wir-haben-uns-alle-lieb"-Fraktion. Das ist überall so.

Stulle: Aber was zu streichen...Selbstzensur?

Knorke: Davon kann nicht die Rede sein. Gelegentlich hab ich mal was ausgebessert, bevor es hier
meinerseits veröffentlicht wurde. Manchmal kicken die Reime nicht so. Würde doch jeder so machen.
Aber ja, die Multikulti-Pille ist eine aus Scheiße, dragiert mit buntem Zucker. Das Regionale, das erhalten
werden sollte, durchaus auch verteidigt vor dem Globalen, das alles immer mehr einebnet, immer weiter
vereinheitlicht, das aus den Besonderheiten der Regionen (nicht nur in unserem Land übrigens, ich denke
nur an die Besonderheiten der französischen Regionen, der italienischen, spanischen, der dänischen, der
polnischen..., ich denke, das Prinzip ist klar) etwas Austauschbares macht. Und das darf nicht passieren.
Es darf nicht zu einer Eine-Welt-Show werden, in der jedes Stadtbild nur durch die Dichte der
STARBUCKS-Filialen geprägt wird...

Stulle: Das hast Du jetzt vom SCHATTENMACHER! Wann kommt endlich Deine Mehrteiler-Kurzgeschichte
über die besten YOUTUBER?

Knorke: Die steckt noch mitten in der Mache. Ich bin sozusagen noch beim Kneten des rohen Teiges.
Apropos...Ich liebe dieses eine Produkt, das "roher Teig zum Löffeln" ist, allerdings ist da nix mit rohem
Ei drin, sodass keine Salmonellengefahr besteht...DER SCHATTENMACHER ist ein weiterer großer
zeitgenössischer Philosoph...

Stulle: Knorke, ich danke Dir für dieses lebhafte Gespräch.

Knorke: Danke ebenfalls, lieber Stulle.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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