Christiane Hübner

Stille Kinder

Das Kind ist still, es fällt kaum auf,            
schon gar nicht aus dem Rahmen.              
Kaum wahrnehmbar, den Blick im Aus, weiß kaum noch seinen Namen.

Träumt sich traurig Tag für Tag 
in eine andere bessere Welt.
Niemand da, der sieht und fragt, 
ist es ist auf sich allein gestellt. 
                                                                           
Nicht gewollt und doch geboren, 
lernt es unsichtbar zu sein.                          
Hat schon zu Beginn verloren, 
Mit jedem Schlag wird Herz zu Stein.                                                                                                       

Manchmal bricht Zorn aus ihm heraus,
nur kurz, kaum angefangen. 
Wie ein Gewitter ohne Regen 
im Donnerschlag vergangen.  
                                                                 
Gebrochen längst sein Seelenlicht, 
geschunden seine Glieder. 
Wärme und Liebe kennt es nicht,         
Vertrauen kehrt nie wieder. 
                                                                              
Das Kind ist still, so lieb und fein, 
die Not nicht zu erkennen. 
Kein Fenster für die Seelenpein, 
die Qual nicht zu benennen. 
                                                                                                                                                                                   
Habt Acht auf stille Kinderlein,                         
sie sonst niemanden haben. 
Ihr könntet ihre Rettung sein, 
schaut hinter die Fassaden.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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