Igo Dieter

Dunkelrote Rose

An einem herrlichen, wunderschönen Tag,
an dem ich mich stets gerne  zu erinnern vermag,
bekam ich eine dunkelrote Rose geschenkt,
als Zeichen dafür  dass er mich liebt und an mich denkt.
Ein Kuss,  vorsichtig, zart und so voller Innigkeit,
machten mein Herz so groß und auch so weit.
Der Kuss begleitete die Gabe an mich, in jener Stund,
wo er feierlich und ernst gab mir kund;
„Ich möchte dass Du meine Frau wirst, für alle Zeit,
und gemeinsam mit Dir, in Glück und Leid,
durchwandern das uns gegebene Leben,
und sollte es danach noch etwas geben,
so möchte ich auch das mit Dir teilen,
und in der Ewigkeit mit Dir verweilen.“
Sprach er ernst und mit einem Blick,
da gab es auch für mich kein zurück.
Ich drückte die Rose an mich, ganz fest,
und natürlich mich der Antrag  erschaudern lässt,
so sagte ich fast tonlos zu Ihm nur „Ja“,
und schon waren die ersten Tränen da.
Wir umarmten uns in innigster Liebe, mit Herz,
es war alles da, von Lust bis hin zum süßen Schmerz.
Die Rose tat ich trocknen und pressen,
oft besah ich Sie, ich hab sie nie vergessen,
sie war das Zeugnis unseres  Bundes als Paar,
und sie begleitete uns durch die Zeit,  Jahr für Jahr.
Die Kinder kamen,  als der Liebe  sichtbares Zeichen,
auch Streitereien ließen uns nicht voneinander weichen.
Glück und Freude aber auch Leid und Schmerzen,
festigten unsere Treue in unseren Herzen.
Jahre vergingen, sie zogen fort und waren dahin,
doch jede Sekunde war wie ein Hauptgewinn…

Eines Tages wachte er nicht mehr auf,
und so ist auch des Lebens kurzzeitiger Lauf,
er ging mir, wohin auch immer, voraus.
Jetzt bin ich alt, und allein in diesem Haus,
die Kinder haben eigene Familien nun,
mir bleibt die Erinnerung, und nichts zu tun.

Ich halte die Rose in meinen Händen,
fühle das einstige Glück nun in diesen Wänden.
Ich schließe die Augen müde zu,
verweile auf meinem Sessel, ein wenig, in Ruh,
da spüre ich die Rose, die in voller Blüte steht,
ich spüre wie ein lauer Wind mich umweht,
es duftet nach Blumen und nach Heu,
ich blicke auf, ungläubig und scheu,
da steht mein Mann, jung und mit frohen Sinn,
er nimmt meine Hände und zieht mich zu ihm hin,
er küsst mich wie dereinst vor langer Zeit,
mein Herz ist wieder so groß und weit,
wie ehemals es schon einmal geschah,
wie vor vielen, vielen Jahr.

Die alte Frau war am Sessel entschlafen,
und als die Kinder zum Besuch eintrafen,
fanden Sie die Mutter friedvoll  mit der Rose,
in ihren  Händen, auf Ihrem Schoße,
der Körper war alt, nur mehr eine Last,
es nicht zu dem Sein im Jenseits passt.
Dort geht Sie Hand in Hand mit Ihrem Mann,
und alles fängt wieder von vorne an.

Die Rose zerbrach, zerbröckelte in unserer Welt,
doch kein Blatt von Ihr im Jenseits fällt,
so bleibt sie in allen Welten stets ein Zeichen,
die Liebe muss auch dem Tod nicht weichen.

Die Kinder am Grab der Eltern weinen,
sehen Sie doch nur das Leben hier, im kleinen,
sie wissen nichts von dem Paradiesgarten,
wo dereinst die Eltern auch auf Sie warten.

Die Rose, für Sie ein Zeichen der Liebe Ewigkeit,
begleitet Sie durch alle Zeit,…..

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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