Karl-Konrad Knooshood

Die große Horrorzahl - Oh 40, du!




 

Oh große 4,

wie graut mir vor dir,

was bang' ich dir entgegen,

warst kürzlich du noch sehr entlegen:,

Welch ein Zwang, ein langes Leben,

das ich mir nie erträumte,

seit ich noch schäumte,

vor jugendlicher Freude,

ohne Reue, ohne Räude,

 

Oh 40, du,

wie kamst im Nu,

rasant gerannt in meine Mitte:,

Hing ich saugend noch an Mamas Titte,

kroch ich suchend neugierig umher,

scheint 's ewig her, nun, zentnerschwer,

frag ich mich, ob all der Jahre,

ob ich bald ins Grab einfahre…,

 

Uff, 40 Lenze,

nun bin an der Grenze,

zum Altenteil und Alters

zu Altersweisheit, (zum) Altenteil:,

Die frühen Jahren war'n ja geil,

doch jetzt ist Zeit für den Verschleiß,

für Haferschleim statt Milchenreis,

 

40 bald, uho,

schon diese Show,

so lang und ausgedehnt?,

Der große Preis brüsk wird abgelehnt!,

Was nun noch kommt, kann nur bedrücken,

nix, das nicht in Jugend konnt' entzücken,

mag jetzt noch glücken!,

 

40, fünf Jahrzehnte,

lässig ausm Fenster lehnte,

Nun wird bedächtig jeder Schritt,

nicht jeden Hype macht man noch mit,

Jetzt heißt es heiß, was, nun noch gilt,

die jungen Hüpfer treiben 's wild,

 

40 – schon so spät?,

Gestern gab's noch Pubertät,

schwor, nie erwachsen zu werden,

nun: KEINE ZEIT ZU(M) STERBEN!,

Was plan ich noch, wo führt 's mich hin?,

Am Ende zählt nur der (Erkenntnis-)Gewinn,

 

Waas? 40?,

Wann war's würzig?,

Nun ist's fade, höchstens mild,

die Liebe ist der letzte Schild,

und wenn Kinder noch ein Segen,

muss neuen Swing auf Platte legen…










(03.10.2021)
(C) 2021, Knorke Fortyhood 


Stulle: Die große 4 kommt doch erst nächstes Jahr bei Dir?

Knorke: Das mag sein. Ein kleiner Schwank über das Älterwerden. Mittlerweile erreiche ich die 40 - jetzt
kann ich nicht mehr davon ausgehen, jung zu sein. Auch noch nicht alt, aber auch nicht mehr jung. Man
macht sich so seine Gedanken. Natürlich hab ich versucht, es ein wenig lustig aufzuziehen.

Stulle: Was soll ich erst sagen? Bei mir liegen die 30 auch schon gefährlich weit zurück.

Knorke: Tjaja, ein anderer Freund, Du kennst ihn, geht auf die Mitte 40 zu. DAS ist erstmal der
Oberhammer! Der arme Kerl. Aber er nimmt's locker.

Stulle: "Man ist immer so alt, wie man sich fühlt".

Knorke: Standardspruch, ja. Es kommt mir vor, als fülle sich der Erinnerungsschatz - und die Anzahl
guter, fitter, schöner Jahre liegt längst hinter einem, zumindest weitestgehend. Jetzt hab ich meine
Halbzeit schon überschritten. 76, glaub ich, kann ein Mann durchschnittlich werden, also läuft schon
durchaus die 55. Spielminute. Man beginnt, alles aus einer "gesunden" Distanz zu betrachten.

Stulle: Aber "Altersweisheit" steht Dir doch noch gar nicht!

Knorke: Ach, lass mich! Bin melancholisch!

Stulle: Na dann lass ich Dich mal brüten...
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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