Brigitte Waldner

In Gottes Liebe


Als Single ist man nie allein
mit Katze, Hund und einem Schwein,
in das man das Ersparte steckt,
wenn das der Nachbar mal entdeckt.

Er kommt sehr gerne zu Besuch
und plündert einen oft genug,
auch wenn man nicht im Hause ist,
was dann natürlich sehr verdrießt.

Erst hebelt er die Fenster aus,
dann klaut er sich den Schlüssel raus,
der an der Türe innen steckt,
in später Nacht, was man nicht checkt.

Da wochenlang oft nichts geschieht,
passiert es, dass man’s übersieht,
dass er schon wieder Schlüssel hat.
Erwischt man ihn auf frischer Tat,

hält er gleich den Revolver hin.
Ihn anzuzeigen, macht nie Sinn,
da eine Polizei nichts glaubt,
wo dieser Nachbar nie nichts raubt.

Er trägt ja stets den Heiligenschein
und stellt sich rote Kerzen rein,
bei seinem Marterl vor dem Haus,
die Mutter Gottes sagt nichts aus.

An Gartensäulen prangt das Kreuz,
auf dem Balkon auch beiderseits.
Den Jesus, den saniert er nie,
lässt ihn verfallen, aber wie,

am Wegkreuz, das er ewig schmückt,
dass jede Straftat straffrei glückt,
mit Beuteblumen, wohlgemerkt,
in Gottes Liebe zum Raub gestärkt.

© Brigitte Waldner

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Andreas ist seit seiner frühesten Kindheit mit einer schweren unheilbaren Krankheit konfrontiert und musste den größten Teil seines Lebens in Betreuungseinrichtungen verbringen..Das Aufschreiben seiner Geschichte ist für Andreas ein Weg etwas Sichtbares zu hinterlassen. Für alle, die im Sozialbereich tätig sind, ist es eine authentische und aufschlussreiche Beschreibung aus der Sicht eines Betroffenen.

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