Igo Dieter

Gemeinschaftliche Gleichheit

Verbrennen wir unsere Fahnen und Zeichen,
die Grenzen müssen alle der Gemeinsamkeit weichen,
zerstören wir das was uns war lange eigen,
wir wollen unsere starke Gemeinsamkeit zeigen.
Weg mit den Trachten und unseren Bräuchen auch,
Verbrennen wir alles mit Feuer und Rauch,
Werfen wir unsere Nationalitäten fort,
für diese gibt es nunmehr keinen geeigneten Ort.

Schaffen wir auch alle Vereine ab,
auch dort ist die Möglichkeit sonst zu knapp,
ein gemeinsames Ziel zu erreichen,
alles Trennende muss der Gemeinschaft weichen.
Keine Unterscheidung zwischen den Völkern mehr,
wir brauchen auch kein bewaffnetes Heer,
keine Pässe und auch keine Visa brauchen wir,
den wir leben in einer Gemeinschaft hier.
Alles wird neu, alles wird standardisiert,
damit es auch wirklich besser wird.

Wir brauchen nicht so viel Politik,
denn das endet meist nur mit Not und Krieg.
Eine Regierung soll nun reichen auf der Welt,
weil sonst wieder jemand etwas anderes einfällt.
Mischen wir uns untereinander immerfort,
dann wird die Erde zu einem seligen Ort,
alle sind gleich vermischt und bunt,
das ist gut, geben wir es jeden kund.

Wir brauchen keine Spezialitäten,
weil wir sonst wieder unterscheiden täten,
zwischen dem Einem und dem Anderem gar,
und das ist doch wohl schon jeden klar,
das darf nicht sein und nicht mehr kommen,
darum haben wir jedem die Identität genommen.

Wir brauchen keinen Staat mehr und keine Rassen,
wir wollen alles hinter uns lassen,
Einigkeit und Brüderlichkeit uns verbindet,
und es auch nachhaltig uns aneinanderbindet,
so gehen wir weiter einen Schritt,
und da muss nun wirklich jeder mit,
gleiche Größe, Aussehen und Statur,
sonst gibt es einige wenige Privilegierte nur.
Gleiche Bildung, gleiches Denken – uniform,
alles entspricht nun der Welten -Norm,
alle die gleiche Richtung, der gleiche Weg,
nur mehr gerade, niemals mehr schräg.

Endlich ist es nun geschafft und vollendet,
wohin man auch blickt, wohin man sich wendet,
alles ist gleich und ohne Makel nun,
es bleibt fast nichts mehr zu tun,
sogar der Glaube wurde weltweit angepasst,
und nun kommt man zur Ruh, und auch zur Rast.
Es gibt Fänger, für die, welche nicht entsprechen,
denn das ist schlecht und ein gewaltiges Verbrechen,
diese werden aussortiert und entsorgt, für immer,
denn es wäre doch viel schlimmer,
entspricht wer nicht der neuen Norm,
und so auch nicht der Einheitsform.

Eine Weltregierung für gleichartige Wesen,
so konnte man es in manchen Büchern lesen,
brachte das Paradies auf die Erde zurück,
und überall nur mehr Harmonie und Glück.

Es gibt auch kein Eigentum mehr,
die Menschen begrüßen das doch sehr,
George Orwell als ein Prophet,
doch zum Denken und Lenken ist es zu spät…

Fromme und gute Gedanken waren es jeher,
die meist tödlicher sind als ein Jagdgewehr.
Verderben und Tod meist in den Worten sind,
zu viele folgen den Phrasen und Parolen blind.
 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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