Karl-Konrad Knooshood

Faire les préparatifs (Mit big Bammel wie ein Hammel)






 

Mit Bang und Bammel,

wie vor dem Berg der Hammel,

im feinen Staat, nicht Gammel,

kein Denken an die "Ampel",

kein Schlachs, kein Bär, kein Hampel,

sondern dezent, ohne Getrampel,

zu der ganzen Schose hin,

- ob ich dick in dieser Hose bin?,

Berg' besser mein Doppelkinn,

da mit dem ich nix gewinn,

erst recht dann keinen Neubeginn,

Wie praktisch doch die Masken sind,

jetzt nur nicht Faxen wie ein Kind,

blödes Glotzen, Glubschen wie ein Rind?,

Nein, frisch geduschtestens, gar lind,

mit Parfüm und duftenden Essenzen,

vorsichtig 's Oeuvre ergänzen,

nicht gebuckelt, gebeugt ins Räumchen schwänzeln,

nicht zu nervös, sonst wer'n se's canceln!,

 

Händeschütteln? Händedruck?,

Seitdem dies Virchen umherspukt,

wird nicht mehr auf Händeschweiß gelugt,

denn zum Keimweg 1 ist nicht befugt,

wer gesundes Sein bevor sich zugt,

doch dann wär's klug:,

 

Wissen, was sie hören wollen,

ahnen, welche Wörter sehr geschickt,

Was mag sich ziemen, tönt nicht zu geschwollen,

was wär sehr ungeschickt ausgedrückt?,

 

Was kann man erzählen?,

Nichts allzu pikant Privates,

mit Bedacht die Storys aus sich wählen,

wie gesagt: Nichts degoutant Delikates!,

 

Was reizt mich dran, was will ich sein?,

Kein Betteln: "Bitte, bitte, bitte – stellen Se mich ein!",

Kein Prahlen, Zeitzermahlen, kein Ausschweifen,

nicht zage kauernd, nicht lauernd, nicht großspurig raumgreifen,

 

Mit Schwächen, Stärken: mäßig ab mit gehen,

Flecken in der Vita? – Zu alten Fehlern stehen,

zugleich beteuern, was gelernt zu haben,

hoffen, dass nicht allzu tief sie graben,

 

Das hohe Alter? – Noch ist's nicht zu spät!,

Wenn man gerne früh – immer wieder neu aufsteht,

- wenn's nicht klappt trotz alledem:,

Nicht verzagen, DR. SOMMER oder STREECK fragen – konkret:,

was er/sie/es einem rät…,

 

Ach ja: Nicht allzu früh, kein Jota spät,

denn wer die Uhr nicht liest, ist – geistig - ziemlich zappenduster,

wer andren eine Gurke brät,

der hat ein Gurkenbratgerät,

drum Leim drauf, Schleim aus, bleib bei deinen Leisten, Schuster,

auch ohne Impf- und Schimpf- und Double-Booster!












(17.10.2021)
(C) 2021, Knorkant de la Lettre de Motivation...


Stulle: Mensch, Knorke, das ist es also! Das Ereignis, das Du mir angekündigt hattest. Zwei Wochen hat's
gedauert, oder?

Knorke: Exakt, vor zwei Wochen erhielt ich das Einladungsschreiben. Derartiges...hatte ich lange nicht
mehr. Also das meiste von dem, das ich bisher gemacht hab, hab ich sehr viel einfacher bekommen. Man
muss nicht viel machen meistens. Diesmal könnte es aber in die Vollen gehen...

Stulle: Du stellst Dich irgendwo vor?

Knorke: Ja, in einer etwa 30 Kilometer entfernten Stadt. Übermorgen um 12 ist es soweit.

Stulle: Nachdem Du das Studium doch endgültig an den Nagel gehängt hast?!

Knorke: Es ist kompliziert... Nur so viel, das hatte ich Dir ja bereits durch Matze mitteilen lassen: Es war
nicht mein Ding, es ging nicht. Drum versuche ich jetzt, auf dem normalen Arbeitsmarkt was zu suchen,
ohne akademische Abschlüsse und Weihen - zwinker, zwinker.

Stulle: Was, wo Du gut verdienen kannst?

Knorke: Halbwegs, ja. Es ist harte Arbeit aber akzeptabel vom Verdienst her. Das allein darf aber auch
keine Rolle spielen. Zurzeit noch in einer Übergangsphase, könnte dabei schon bald etwas Konkretes
herausspringen. WENN ich mich gut schlage im Vorstellungsgespräch. Das ist es nämlich. Diesmal weiß
ich noch viel weniger als je zuvor, was auf mich zukommt.

Stulle: Und damit outest Du Dich, gehst damit sozusagen hausieren?

Knorke: Warum nicht? Manchmal dreht sich alles um eigene Empfindungen und "Baustellen", also
Problemstellungen.

Stulle: Was fühlst Du jetzt diesbezüglich? Im Gedicht wird ja nur vage angedeutet, dass Du da etwas
Bammel hast.

Knorke: Diese Art von Angst, "Lampenfieber" könnte man sagen, ist beeindruckend. Man möchte
unbedingt einen guten ersten Eindruck machen und natürlich auch "gewinnen", also den Job bekommen,
aber es kann Konkurrenten geben. Ich weiß nicht, welche das sind, wie viele, nur, dass ziemlich wenig für
mich spricht. Keine Vorerfahrung, Quereinsteiger, männlich in Zeiten, in denen selbst in sehr
männertypischen Berufen Frauen bevorzugt werden, WENN sie sich dafür bewerben.
Jetzt kommen ja auch harte Zeiten, in denen alles massiv teurer wird, da muss man schon einen
einigermaßen Job haben.

Stulle: Du hattest immer einen Plan B. Ist er das?

Knorke: Selbstverständlich, wobei ich das nicht als Niederlage empfinde. Es kann ja im Prinzip nur besser
werden oder gleich schiefgehen.

Stulle: Dann toi, toi, toi.

Knorke: Sehr lieben Dank. Glück kann ich wohl gebrauchen...
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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