Serafina Wey

Die Steine unseres Lebens

Ein Stein ist meistens eine Last, ein zusätzliches Gewicht, dass man gerne loswerden möchte. Eine Tante der man zu Weihnachten jedesmal einen Brief schreiben muss, der berühmte Klotz am Bein. Manchmal ist es der Stein, der einem schwer auf der Seele lastet, bis man ihn loslassen kann.

Doch wieso tragen wir diese Steine tagtäglich mit uns herum? Wieso lassen wir sie nicht im Bauch des Wolfes in den Grund des Vergessens sinken?

Ich denke es liegt daran, dass wir gerne Steine tragen, wie Sisifuss der Tag für Tag den Stein auf den Berg hochträgt und ihn dann wieder fallen lässt, nur um dasselbe wieder zu wiederholen. Steine sind uns vertraut, sie laufen nicht weg sie bleiben einfach liegen, sie stehen still für Jahrhunderte sogar Jahrtausende. Sie sind die Mutter, die einem jeden Tag sagt, man soll das Zimmer aufräumen, die Mutter die immer dasselbe tut Tag ein Tag aus. Steine sind der Fels in der Brandung.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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