Igo Dieter

wo die Finsternis die Ewigkeit berührt

Ich finde mich wieder bei einem Gang,
auf einem Weg, welcher schmal und lang,
die Umgebung nebelig und grau,
kein grünes Gras, kein Himmel der blau,
seltsame Geräusche um mich herum,
ich selbst bin leise und auch stumm,
ich kann nichts erkennen, nur erahnen,
so kann ich nur gehen und nichts planen,
ich denke fest nach, warum bin ich hier,
was passiert, was geschieht nun mit mir?
Wie komm ich her, wo will ich hin?
doch keine Antwort, leer ist mein Sinn,
ich weiß, ich muss weiter, weiter  gehen,
und ich darf auch nicht zurück mehr sehen,
es ist nicht warm, aber auch nicht kalt,
ich weiß nicht, bin ich jung oder alt?
Ich gehe und gehe, doch wo ist das Ziel?
ist es ernst oder gar ein Spiel?
So geh ich weiter, in den Nebel hinein,
ich sehe fast nichts, doch fühl ich mich klein.

Nun seh ich ein Bild, vor mir ganz groß,
eine Geburt zeigt es, aus der Mutters Schoß,
während ich da Bild beschau ich weiter gehe,
anscheinend ist es wichtig dass ich nicht stehe,
Die Frau, welche das Kind gebiert unter Schmerzen,
berührt mich seltsam in meinem Herzen,
doch erscheinen neue Bilder, direkt vor mir,
wie ein Spielfilm im Nebel erscheint es hier,
ein Junge spielt die Hauptrolle in dem Streifen,
ich seh ihn vom Baby zum Mann darin reifen,
mal höre ich sein Lachen und freu mich mit ihm,
mal bemerke ich seine Tränen, die auch legitim,
ich seh seine Erfolge und auch seine Pannen,
ich seh die Chancen die ergriffen, oder verrannen,
ich seh sein Leben, seinen ganzen Lauf,
ich sehe Ereignisse die sich abwechseln zu Hauf,
ich seh seine Liebe und auch sein Kind,
vieles ist schön, doch vergehen die Bilder geschwind,
es ist ein Lebenslauf mit allen Auf und ab,
von Menschen, im täglichen Trab,
und als der Hauptdarsteller schon faltig und alt,
erahnt man schon, dass Ende kommt bald…
Eine junge und alte Frau stehen an seinem Bett,
deren Gesichter sind liebevoll und nett,
da sagt er nun mit schwerer Zunge zu Ihnen:
„Ich muss nun gehen, von dannen ziehen,
dorthin, wo die Finsternis die Ewigkeit berührt,
wo der Mensch keine Schmerzen mehr spürt,
dorthin wo der schwarze Engel auf uns wartet,
und unsere Existenz endet und wieder neu startet.
Dorthin, zur Quelle allen Seins,
wo wir alle werden wieder zu Eins!“
Die Tränen fließen an den Wangen nieder,
und alle wissen, er geht und kommt nie wieder,
er geht den Gang den jeder von uns  geht,
die Einen einmal früher, und Andere einmal spät,
er begibt sich zum fernen Horizont, und weiter hinaus,
verlässt Familie, Freunde,  Heim und Haus,
geht, und lässt alles nun zurück,
und so spürt der Geher, nun Stück für Stück,
wie alles abfällt, er wird ganz leicht und groß,
er kehrt wieder heim, doch was ist das bloß,
er spürt einen Schmerz, so groß und schwer,
sein Kind und seine Frau fehlen ihm so sehr.
Ich gehe weiter, nun ist der Film zu Ende,
da spüre ich des schwarzen Engels Hände,
ich spüre Vertrauen, Ruhe  und Liebe in mir,
und da begreife ich nun, warum bin ich hier…
Ich bin in dem Jenseits ewige Weiten,
durchschreite endlose Wege und unendliche Zeiten,
ich gehe den Weg der mich zur Quelle bringt,
dessen Geist aber noch mit dem Diesseits ringt.
Der Engel des Todes steht mir nun bei,
das dieser Gang nicht zu schwer nun sei,
ich gehe, der Nebel um mich hebt sich nun,
und ich darf einen Blick ins Paradies nun tun,
das ist mein Ziel auf dieser, meiner Reise,
und der Engel flüstert zu mir, ganz leise,
dort wirst Du Deine Familie wiedersehen,
und Ihr werdet auch alles verstehen,
warum des Leben hat diesen Lauf, so wie es ist,
und ein Leben hier nur eine Sekunde misst.

Geh hinein, in das Paradies, den Garten Eden,
da trifft und kennt ein Jeder einen Jeden.

In dem Land, weit hinter dem Horizont,
dort wo der Allmächtige in Ewigkeit thront,
da, wo die Dunkelheit die Ewigkeit berührt,
dorthin wohin nur ein Weg hinführt,
dort ist die Quelle allen Lebens,
von dort kommst Du, und es ist das Ziel deines Strebens,
du tauchst ein und wirst wieder geboren,
und sind die Wege danach auch verworren,
so triffst du wieder jene, welche dich lieben,
sie gehen mit Dir, und sind nicht hier geblieben.

Du bist ein Teil des Ganzen,
und wirst weiter durch das Leben tanzen,
kehrst wieder heim, hierher zurück,
und ewig bist Du vom Ganzen ein wichtiges Stück…

Ich durschritt das Tor zum Himmelsgarten,
und weiß, ich werde auf die Meinen warten…

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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