Michael Bernt

Zu den Sternen - Ein Plädoyer für die Erde

Sternenklar zeigt sich die Nacht,   der Mond steht hell und strahlt .
Und Sehnsucht ist wieder erwacht,  denn die Erinnerung sie malt
mir Bilder in den Kopf,   vom Flug hoch zu den Sternen .
Sitz in der Kapsel, drück den Knopf,   die Triebwerke, sie lärmen .
Saturn V heißt die Rakete -   hundertzehn Meter bis zur Spitze .
Ich spreche schnell noch die Gebete,    dann drückt es uns in unsere Sitze .
30 Millionen Pferdestärken   dröhnen jetzt in meiner Brust .
Ein Donnern weithin zu bemerken . Zurück geht nicht, wird mir bewusst .
Auf 40000 Kilometerstunden    beschleunigt sie den Himmel hoch,
dreht um die Erde ein paar Runden und lässt sie schließlich los .

Die Mission - Apollo 11,    das Ziel, es war der Mond .
Dort oben wurde ich zum Held .   Der kleine Schritt hat sich gelohnt !

Kann Buzz und Michael sitzen sehen,     wir waren das Team auf dieser Reise .
Als erste auf dem Mond zu stehen,     war unser Ziel - ganz leise .
Und ja, ein Abenteuer war der Flug,    sein Ausgang völlig ungewiss .
Gab auf die Düsen nochmal Schub,    der uns der Erde dann entriss .
Sie wurde langsam immer kleiner,     das dort ist Heimat, wird dir klar !
Was uns erwartet wusste keiner,     doch wird ein Traum jetzt vielleicht wahr .
11 Kilometer pro Sekunde !      Das Ziel rückt näher, Stück für Stück .
Und mit jeder weiteren Stunde,    bleibt unsere Erde jetzt zurück .
Unser Planet, er leuchtet schwebend     vor einem abgrundtiefen Schwarz .
Es ist sein Anblick so erhebend,    im Dunkel funkelnd wie ein Quarz .

Große Ehrfurcht übermannt mich,    ihre Schönheit - unbeschreiblich !
Sie ist nur einmal, das ist amtlich    und sie zu schützen unausweichlich .

Azurblau spannen Ozeane     sich rund um den Planeten 
und ich verstehe und erahne,    um ihm zu helfen hilft kein beten .
Blau, grün, weiß, braun sind ihre Farben,     auch grau und ocker mischen mit
und Wolkenbänder ziehen in Schwaden,     im Unwetter da zuckt ein Blitz .
Rot-grünlich schimmert, wabert,    das Nordlicht um den Pol
und mein Gewissen hadert,     weil wir nur uns zum Wohl,
die Schönheit des Planeten,     bedenkenlos verletzen,
leider zum Geld nur beten,      dieses Juwel versetzen .
Hauchdünn scheint sie umhüllt,     blau - transparent ihr Schleier
und nur durch ihn ist es erfüllt,      dass wir das Leben feiern .

Die Sehnsucht nach den Sternen,    die wird uns keiner nehmen,
doch gilt es jetzt zu lernen     uns für die Erde zu benehmen . 

Drei Tage Flug bis zum Trabant     und die blaue Scheibe leuchtet .
Bin mit Milliarden dort verwandt,     versteh erst hier was das bedeutet .
Glücklich gelandet auf dem Mond,     die ganze Menschheit schrieb Geschichte .
Bald nun ist Luna auch bewohnt     und Dichter schreiben hier Gedichte .
Worüber vom Trabant zu dichten,     sich alle Male lohnt,
ist es den Erdaufgang zu sichten,     hier stehend auf dem Mond !
Von Luna aus gut zu erkennen,     wie verletzlich sie doch scheint .
Sie ist mit Heimat zu benennen      und ist was alle Menschen eint .
Vom Mond aus auf die Erde sehen-    so könnte jeder Mensch bedenken-
er würde wissen und verstehen,    nur sie kann Leben schenken .

Wir können zu den Sternen fliegen,    unser Verstand macht‘s möglich .
Doch ob wir dort was besseres kriegen,    hat den Beweis noch nötig .

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Michael Bernt).
Der Beitrag wurde von Michael Bernt auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • Msberntweb.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Michael Bernt als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Facetten der Sehnsucht von Selma I. v. D.



Gedichte von Maria Geißler aus Deutschland und Selma van Dijk aus den Niederlanden.
"Facetten der Sehnsucht" erzählt von der Sehnsucht nach unerfüllter Liebe, erzählt aber auch von der Sehnsucht nach den Dingen im Leben, die einem Freude bereiten und Spass machen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Erinnerungen" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Michael Bernt

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Human Kind von Michael Bernt (Das Leben)
Eiserner Wächter von Elke Lüder (Erinnerungen)
Ueberlass es der Zeit von Karl-Heinz Fricke (Aktuelles)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen