Hans Fritz

Reiseziele

Ach wenn ich nur wüsste
wohin die Reise geht,

wie lange ich wohl pilgern müsste
zum Land wo Friede nie verweht.

So geht’s hinaus ins Ungewisse,
zu fernem, fremdem Strand,
zu Glück verheissender Kulisse
in ersehntem Märchenland.

Im reichen Garten voller Blüte
beginnt des Lebens Ab und Auf.
Unter heiteren Himmels Güte,
nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Ach wie bald gar erste Hürden
kreuzen sperrig deinen Weg,
musst du tragen erste Bürden
über schwanken Schicksalssteg.

Nun heisst es überwinden
ein Land unwirtlich, rau,
den lichten Weg zu finden
im stetig tristen Alltagsgrau.

Wenn funkelt dann ein Schimmer
in der Hoffnung grünem Hort,
dann setze nur im Lichterflimmer
unbeirrt die Reise fort.

Doch der Weg wird steil und steiler,
verliert sich bald im Nichts.
Es grüsst der letzte Weiler
und an Baumbestand gebrichts.

Bizarrer Gipfel schroffe Kette
getaucht in rosa Abendschein,
eines Panoramas eigene Facette
stellt sich überm Land nun ein.

Ist dann in bangen Stunden
das Hindernis besiegt,
sind scharfe Grate überwunden,
alle Unbill rasch verfliegt.

Unten wartet schon ein Stadtgetriebe,
fordert Pflichterfüllung Jahr für Jahr,
sorgt für neue Art von Heimatliebe
in Freiheit eingeschränkt und rar.

Alt und jeder Pflicht entbunden,
magst ernten harter Arbeit Lohn,
als Einsamer das Land erkunden,
wie einst als Junger schon.

Weiter Landschaft grün Gepräge
spiegelt nun Beschaulichkeit.
Es fliesst der Bach so träge,
als trage er Unendlichkeit.

Im stillen Garten schlichter Blüte,
vollbracht sei Lebens Ab und Auf,
unter hohen Himmels Güte,
mag enden eines Schicksals Lauf.

 

Auf der Basis einiger Geschichten/Lebenserinnerungen
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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