Klaus Heinzl

Halloween ... what else

 

Heut´ lieg ich wach ( ich schlafe nicht )

und schreibe deshalb ein Gedicht.

Und weil ich Aktueller bin,

schreib ich ein Werk zu Halloween.

 

Der Horror kommt in solcher Nacht,

an jenen hatt´ ich nicht gedacht,

zu meiner Tür, so gegen Zehn...

Es klingelt... also muß ich gehn.

 

Sechs Burschen (Junge, keine Alten)

die sich wohl für sehr clever halten,

sie öffneten die Plastiktaschen

und wollten scheinbar was zu naschen.

 

„Süß oder Saures“, stammelt einer,

er trug ein Namensschild... Knopf Rainer

und eine Maske im Gesicht...

doch anonym ist sowas nicht.

 

„Ihr seid zu sechst und ziemlich klein,

im Grund´ ein winziger Verein...

Was treibt ihr hier um diese Stunde?“

... ich blickte fragend in die Runde.

 

„Wir wollen Süßes, grade jetzt,“

drauf Rainer und er klingt entsetzt,

weil eben auch, er konnt ´s nicht fassen,

zwei seinen Jugendclub verlassen.

 

Er tat mir leid. ( Fast, dass ich weine, )

denn plötzlich war er ganz alleine.

Da drückt ich ihm, kaum wortgewandt,

ein Päckchen Kekse in die Hand.

 

Dann sah ich ihn sehr flott entschwinden,

die anderen... wird er schon finden.

Sah ihn so in die Nacht enteilen...

( vermutlich will er nicht gern teilen ... )

 

Dann schloss ich flott die Eingangstüre,

las weiter meine Fach-Lektüre.

Als ich lektürlich so da hocke,

schellt wieder meine Haustürglocke.

 

Genervt, ich war halb nackt bis dann,

zog ich den Bademantel an...

Begab mich dann, mit meinem Stocke,

zu jener strapazierten Glocke.

 

Und wieder sah ich kleine Leute,

maskiert und fordernd süße Beute.

Mein Stock, das hatt ich gleich gecheckt,

vermittelte sogleich Respekt.

 

Der Leitspruch, er wurd schnell vergessen,

kaum Appetit auf süßes Essen.

Ein kleines Wölkchen blieb vor Ort,

dann war das kleine Grüppchen fort.

 

Entspannt begab ich mich sogleich,

ins Innere vom Wohnbereich.

Ein lautes Platschen, dort am Fenster,

ließ ahnen mich... oha... Gespenster...

 

Doch war das Platschen nur ein Sack,

mit dunkelgrünem Autolack.

Verteilte sich, ( wohl, weil er platzte, )

mir meine Aussicht arg verpatzte,

 

am Küchenfenster und es scheint,

mit „Saurem“ war der Lack gemeint.

Noch sechs Mal wurd´ ich heimgesucht.

Ein Kürbis hatte mich verflucht.

 

Und weil ich kaum noch Süßes hatte,

( nicht mal ein wenig Zuckerwatte )

bekam das Äuß´re meiner Bleibe,

genau so wie die Fensterscheibe,

 

ein neues Outfit mittels Lack...

durch jugendliches Lumpenpack.

So manches... das weiß ich nun auch,

ist „unerwünschter blöder Brauch“...

 

 

© kh. 01.11.2021

 

 

 

 

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