Thomas S. Lutter

Männer sind von Grund auf schlecht



Männer sind von Grund auf schlecht
unempathisch selbstgerecht
insolvent im Seelengrund
werden schon vom Denken wund
essen, mangels Restverstand
aus der ungewasch'nen Hand
machen, ja man glaubt es kaum
unterwegs an jeden Baum
auf der Strasse ungeniert
wird das Areal markiert
damit jeder weiß, das ist
seines, weil er hingepisst
sterben stündlich im Infekt
aufgegeben hingestreckt
wird dabei kapituliert
mit dem Tode arrangiert

Männer sind - naturentrückt
bei der Schöpfung schon mißglückt
dienen stets - klischeegerecht - 
bestenfalls als Unterknecht
hauen sich mit Wonnelust
an die eig'ne Affenbrust
furzen, was die Hose hält
bis vom Baum der Apfel fällt
lausen sich das Rückenhaar
stinken wie ein Jaguar
der im Käfig ungeputzt
kein Papier zum Wischen nutzt
fühlen nichts als blanke Wut
weil sich sonst nichts regen tut
dort, im Tal der Emotion
wohnt in Mutter's Vollpension
geht nur aufrecht, wenn er muß
sorgt für Permanentsverdruß
ist der Grund, warum die Welt
baldigst auseinanderfällt

Derlei und mit Vielem mehr
schlagen Männer sich umher
stehen stets im schlechten Licht
bis zum jüngsten Weibsgericht
brechen schier zusammen fast
unter dieser Männerlast
Wie der Gaul nicht kotzen will
trauern sie nach innen still
Ist die Quelle erst versiegt
'Mann' entmenscht am Boden liegt
und erkennt ernüchtert dann
daß man nicht gebrauchen kann
was zur Schwäche hingeneigt
weil zuviel Gefühl gezeigt
Ja, er zappelt auf und ab
hin und her und nicht zu knapp
daß er seinem Ruf gerecht:
"Männer sind von Grund auf schlecht!"
Doch womöglich lüge ich
wohl auch hier gegen den Strich
schließlich bin ich nur ein Mann
der partout nicht anders kann!

© Thomas S. Lutter
 

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