Stefan Ziegenhagen

WAS HABEN WIR NICHT ALLES VERSUCHT.

WAS HABEN WIR NICHT ALLES VERSUCHT.

Was haben wir nicht alles versucht:
Wir haben gelitten, geflüstert und geflucht.
Wir haben von der Länge die Höhe entfernt
und die Masse Breitbeinig fruchtig entkernt.

Was haben wir nicht alles unternommen:
Wir sind geritten, gewandert und geschwommen.
Wir haben der Fläche die Winkel gestohlen
und dem Dreieck einen Bogen empfohlen.

Was haben wir nicht alles richtig gemacht:
Wir haben gestritten, geliebt und gelacht.
Wir sind den Schnecken auf den Leim gegangen
und haben mit Honig Achate gefangen.

Was haben wir nicht alles mögliche getan:
Wir sind geflohen, gestrandet, unendlich spontan.
Wir haben die Flut in das verdorrte Land gelassen
und schaffen es jetzt nicht sie am Kragen zufassen.

Ja, was haben wir nicht alles versucht...
Wir haben den Süden als Norden verbucht.
Wir haben der Dunkelheit das Licht geschenkt
und ärgern uns jetzt, daß man nicht an uns denkt!

18.1.2019

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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