Ingrid Baumgart-Fütterer

Tränenreicher Abschied

Sie weint sich die Augen aus,
ist vor Kummer tränenblind
ihr Kind liegt im Krankenhaus,
der Tod ihm das Leben nimmt.

Der Knabe ist leichenblass
kalt wie Marmor seine Haut,
Haar, Gesicht sind tränennass,
wie ein Engel er ausschaut.

Im Liegestuhl nimmt sie Platz,
man setzt ihn ihr auf den Schoß, *
sie nimmt Abschied von dem Schatz,
ihre Lage ist trostlos.

Den "Engel" auf ihrem Schoß
sie innig umfangen kann,
im Moment ist sie "wunschlos",
herzt und küsst ihn dann und wann.

Sie wiegt ihn in den Armen,
drückt ihn fest an ihre Brust,
es lässt sich leicht erahnen
- unsäglich ist der Verlust -

* Hospizpfleger setzen der Mutter das Kind auf den Schoß und erfüllen ihr hiermit einen sehnlichen Herzenswunsch

 

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Dieses Buch ist ein Teil meines Lebens, das ich schrieb, als ich gerade mein zweites Kind verloren hatte. Bis dahin war mir unbegreiflich, warum es gerade immer mich traf, dieses viele Pech und Unglück. Mir alles von der Seele zu schreiben, war eine große Erleichterung für mich, zu vergleichen mit einer Therapie. Es half mir einfach . In dem Moment , als ich alles Erlebte niederschrieb, durchlebte ich zwar alles noch einmal und es schmerzte, doch ich hatte mir alles von der Seele geschrieben und fühlte mich erleichtert. Genau dieses Gefühl, möchte ich an Leser heranbringen, die auch vom Pech verfolgt sind, damit sie sehen, das es trotzdem doch immer weiter geht im Leben. Ebenso möchte ich es an Menschen heranbringen, die nicht soviel Pech im Leben hatten, aber sich gar nicht mit anderen Sorgen von Fremden belasten wollen. Und wenn es nur ein einfaches Gespräch oder ein guter Rat ist, das hilft schon sehr viel.

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