Andreas Vierk

Niemand sollte sich wundern

(Für Jörg Schwab)

 

 

Es gibt verhaltene Worte,
es gibt grobkernige Worte.

Ein Dichter liebt die Worte.
Becher um Becher füllt er mit Blut
und hegt seine Gärten.

Es gibt feine Parodien,
es gibt rücksichtslose Parodien.
Es gibt verletzende Worte.
Verletzende Worte
ersticken Blume und Hauch.

Des Dichters Herkunft ist Scheu.
Des Neides Wurzel kann Gier sein,
Selbsthass oder Verzweiflung.
Niemand sollte sich wundern,
wenn Sperlinge sterben –

 

 

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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