Heinz-Walter Hoetter

Das Gedicht von der Apokalypse

 

 

 

Es riecht wieder nach Krieg, ich sehe schon die klaren Zeichen.

Es wird überall entsetzlich stinken nach verwesenden Leichen.

Oh ja, ein gewaltiger Feuersturm entsteht, er wird neu geboren,

und auf der ganzen Welt beginnt abermals das große Morden.

 

Dunkel und finster wird es unter den Menschen wieder werden.

Der Sturmtod wütet überall heftig, Millionen werden sterben.

Die Städte brennen, ganze Länder werden zu Brandwüsten.

Die Militaristen werden sich ihrer Mordtaten wieder brüsten.

 

Es werden nirgendwo die Glocken mehr vom Frieden läuten.

Die Erde wird zum Friedhof werden, nur so kann ich es deuten.

Auch die Weisen werden bald nicht mehr leben, nicht mehr sein,

denn Gevatter Tod treibt alle Menschen in ein Massengrab hinein.

 

Die letzten Menschenleiber, sie gehen einsam durch zerstörte Städte.

Zerlumpte Gestalten, sie jammern und klagen über die Schädelstätte.

Alle diese Visionen, sie machen mir Angst und nehmen mir allen Mut.

Ich kann euch allen nur zurufen: „Ihr werdet verlieren euer Hab und Gut.“

 

Selbst die Meere werden voller Leichen sein. Das Wasser wird sein blutrot.

Der Untergang wird toben voller Wut und überall sieht man nur noch Tod.

Mein Herz, es schlug immer für Verständnis, Frieden und Einigkeit.

Die Mühen waren umsonst. Wir treffen uns jetzt alle am Tor zur Ewigkeit.

 

Nach der Apokalypse wird sich die Erde trotzdem noch weiter drehen.

Ja, das Leben wird ein anderes sein und weiterhin kommen und gehen.

Die Welt ohne Menschen ist besser. Es gibt niemanden, der sich beschwert.

Alle Zivilisationen, das muss ich deutlich sagen, hatten leider keinen Wert.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.11.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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