Adalbert Nagele

Göttliches in sich haben


Man fühlt sich manchmal wie ein Gott,
und das ist sicherlich kein Schrott;
ich möchte dazu etwas sagen:
"Man kann Göttliches in sich tragen."

Ich sage es mal ganz dezent,
bin ich auch öfters eloquent,
wohnt immer mal ein Gott in mir
ich komm mir vor wie ein Fakir.

Ich habe zwar kein Nagelbrett,
doch find ich jedes Bett sehr nett;
und fall ich in den selben Trott,
sagt meine Frau schon: "Oh mein Gott!"

Wenn ich auf einer Bühne steh
und mein Kreuz tut mir sehr weh,
ernt' ich ganz sicher keinen Spott,
da heißt es höchstens: "Gott oh Gott!"

Das Eine deshalb sag ich dir:
"Die Menschen stehen hinter mir,
da kann der Teufel sich schnell schleichen,
und vor der Göttlichkeit rasch weichen.

Und drüber gibt es nichts zu lachen,
es haben Angst vor mir auch Drachen;
Ich bin ein kleiner Gott auf Erden,
viel mehr kann man als Mensch nicht werden."


© Adalbert Nagele

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Weil ich das Verschwenderische des Lebens begriffen habe, die Extreme erkannte und über den Weg von einem zum anderen nachzudenken anfing, weil ich verstand wie elend es ist, wußte ich auch, wie schön es ist und weil ich erkannte, wie ernst es auch ist wußte ich auch wie fröhlich es ist.

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