Karl-Konrad Knooshood

Die Clownfestspiele von Catastrophia



 

Dies ist Clowns-Feierlichkeit,

dies ist eine Creep-Down-Zeit,

feiern fröhlich Schwächlichkeit,

heilig sei die Gebrechlichkeit,

 

Und wenn's heiß ist oder schneit,

heißt es Schneeflöckchen-Heiterkeit,

heißa Oberflächlichkeit,

Kritik heißt: Unaussprechlichkeit,

doch Bestechlichkeit,

 

Denn:

Diese Zeit – ist sturz-hackbreit,

sie dreht sich nur um sich,

und wer sich – fühlt – so – unpässlich:,

Liegt nur an der Nüchternheit!,

Nicht an Schüchternheit so hässlich,

das ist doch unerlässlich!,

 

Drum: Was rotzt hier ab,

Wer kotzt hier ab?!,

 

Ich seh so affektiertes Schwul,

völlig entgrenzt im Partypool,

verrückt ist das neue Cool,

und 's Normale freaky,

 

Creepy dieser "SLEEPY JOE",

die BLM- und Islam-Hoe,

und HENGA from MEH to toe,

Go, go, CHEBLI, blow, blow!,

 

Und der LAUTERBACH, der LINDH,

quatscht in Panik wie irres Rind,

und der andere ist ein kleines Kind,

im Lauch-Lulatsch-Körper,

quo vadis, Deutschland?,

 

Denn:

Diese Zeit – gebenedeit,

voll bizarrer Wesenheit,

voll Widersprüch-, Lächerlichkeit,

bei jeder bietend' Gelegenheit!,

 

Was spinnt der Hype?,

Was bringt der Schmeiß?,

 

Es ist doch eh nicht klar, wohin es geh'n soll,

gibt es nun Rassen, Klassen oder sind wir Gleiche?,

Sind manche gleicher als es sein soll?,

Darf's global oder national oder bunt,

oder doch eher überschaubar sein?,

Wer ist dabei, wen laden wir zur Feierei ein,

und wer ist "böse", darf davon kein Teil sein?,

 

Denn die Zeit – ist vogelfrei,

ertrinkt in – Beliebigkeit!,

So Narretei, Spielkindlichkeit,

Verbindlichkeit, Ernsthaftigkeit?,

Nein, nein, nein, nein!,

 

Da diese Zeit – ist schlicht Krankheit,

das Ende – der Menschheit,

auf Raten-Bescheid, Vergänglichkeit,

aufgrund von: Unzulänglichkeit,

 

Es tickt die Uhr,

die Uhr, sie tickt!,

 

Zeit – ist Afferei,

die Schlafferei vorm Feind,

doch, wahr gemeint:,

Dieser Feind sitzt im Innern unsrer Wesenheit,

 

Zeit – ist Idiotei,

wir backen uns ein Ei,

denn sind wir frei, dann hirnfrei,

in Abgrund rein, hinein!,

 

Zeit – ist befreit,

von Konsistenz, Kohärenz-Logik-Light,

denn wenn der Schneid,

fehlt beizeit'…






 

(04.10.2021)(C) 2022 Knorke Timelord 






 


Stulle: Als Du angekündigt hattest, wieder häufiger hier aufzutreten - also neue Texte einzusenden, dachte
ich noch, dass Du jetzt regelmäßig publizieren würdest...doch dann...Was war los in den letzten zwei
Wochen?

Knorke: Jede Menge, weiß nicht, wo ich anfangen soll. Wir hatten das ja persönlich schon besprochen,
manches muss privat bleiben. Hauptsächlich hatte es mit der Arbeit zu tun - und der Müdigkeit. Hab viel
geschrieben, wenig geschlafen, musste früh raus und dann...kennste bestimmt. Wer nicht, der arbeitet
oder gearbeitet hat?

Stulle: Dieses Gedicht ist leicht verwirrend. Ich kann mir zwar denken, dass es um diese moderne Welt
geht, in unserem Land jedenfalls, diese Clownerie, dieses Kindische, also das, was politisch und medial
bestimmend ist.

Knorke: Ja, das von einer Minderheit auf Deutsch gesagt Geistesgestörter Kreierte, die Genderscheiße,
die Umdeutung, das kindische Verhalten, das Gespenstersehen, was "Rassismus" und "Sexismus"
anbelangt, einfach gestörte Menschen, die den Ton und Takt angeben, in den ÖRR-Medien, im
Journalismus (bis auf ein paar ehrenwerte ältere Leute beiderlei Geschlechts, etwa TICHY oder die Damen
und Herren von ACHGUT), der Politik, der Metapolitik. Es ist kompliziert, deshalb hab ich es einfach
rausfließen lassen aus mir. Einfach in die Feder...

Stulle: Teilweise akkurat, die Struktur wirkt allerdings etwas seltsam...

Knorke: Das entspricht doch meinem Stil! Du hast aber recht: Ursprünglich sollte es eine Neuversion
sein, ein neuer Text zu der Melodie irgendeines bekannten Liedes. Mir schwebte da "Powerless" von
NELLY FURTADO aus dem Jahre 2004 vor, eine reizvolle Popmusik-Nummer mit Flamenco- und R&B-
Elementen. Kennst Du vielleicht...

Stulle: Aber natürlich. Hab ja in der Zeit auch gelebt.

Knorke: Tja, die mittleren 2000er...Selbst die waren, im Vergleich zu heute, noch schön... Genug
geschwärmt! Seufz! Äh, ja also...Der Refrain erschien mir von der Melodielinie her durchaus passend,
doch dann merkte ich: Die Strophen sind etwas zu kompliziert konstruiert. Es gibt etliche Lieder, zu denen
kann ich immer wieder Neuversionen schreiben, dazu fallen mir immer wieder Themen ein, die man da
verarbeiten kann, da diese Songs simpel im Aufbau sind.

Stulle: Also schlecht?

Knorke: Keineswegs, es handelt sich i.d.R. um exzellente Songs, einige längst Klassiker. Neulich ist mir
was Nettes zu "Ruby" von den KAISER CHIEFS eingefallen.

Stulle: Das war 2006?

Knorke: 2007.

Stulle: Gut. Was willst Du uns sagen?

Knorke: Wie es ist, kann es nicht bleiben und es ist eine Gefahr. Auch wenn es nicht stetig sichtbar ist.

Stulle: Du meinst: Die meisten Menschen nehmen das nicht wahr?

Knorke: Ich merk schon, dass wenn ich arbeite, seltener - sagen wir mal - dran denke, was schiefläuft,
aber es kriselt ja gewaltig. Da liegt mein Problem. Vielen anderen geht es auch so: Man hat Arbeit, Familie
und Haushalt. Das geht immer so weiter. Man hofft, dass die Einschläge nicht näherkommen.

Stulle: Dann lass uns das hoffen...
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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