Jana Hentzschel

Der April

Es wird gesagt, dass der April
nur selten weiß, was er so will.
Doch höchstwahrscheinlich ist er schlau
und kennt sein Wollen ganz genau.
 
Dass er so launenhaft erscheint,
nichts Bleibendes an Wetter eint,
obliegt der Pflicht, die er stets hat,
denn Übergänge sind nie glatt.
 
Er muss den Frost und Mief abspülen,
muss aber auch Gefühle kühlen,
denn Mensch und Tier (und Osterhase)
sind aufgewühlt und in Ekstase.  
 
Er lässt es regnen für die Pflanzen
und uns im Sonnenscheine tanzen,
doch noch ist keine Sommerzeit,
nicht wundern also, wenn’s gleich schneit.
 
Er hält uns wach die halbe Nacht,
weil's lichterloh am Himmel kracht,
das aber macht die Nasen frei,
denn Pollen sind grad nicht dabei.
 
Und dieses bunte Wechselspiel
hat immer nur das eine Ziel,
den Wandel stets voranzutreiben,
so kann die Welt am Leben bleiben.
 
© Jana E. Hentzschel

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Der Stieglitz hat ´ne Meise: Gedichte von Jana Hentzschel



Aus dem Wald in die Pfanne ... Tief unterm Büschel Gras versteckt, mit einem Blatt noch abgedeckt, beobachtet ein Pilz im Wald so manch befremdliche Gestalt. Sie schlurfen, ein paar trampeln auch, in Stiefeln und 'nem Korb vorm Bauch, das scharfe Messer in der Hand, den Blick zum Boden stets gewandt. Ein Freudenschrei, ein scharfer Schnitt, so nehmen sie Verwandte mit; und der versteckte Pilz, der weiß, im Tiegel ist es höllisch heiß. So brutzeln aber will er nicht! Da bläst ein Sturm ihm ins Gesicht, es rauscht und wirbelt ringsherum, schon bebt der Wald - ein Baum fiel um. Genau auf seinen Nachbarn drauf. Das ändert seinen Denkverlauf: "Welch übles Ende: Einfach platt! Da mach' ich lieber Menschen satt." Drum reckt er sich aus dem Versteck, er will jetzt plötzlich dringend weg: "Vergesst mich nicht! Ich bin gleich hier und sehr bekömmlich, glaubt es mir."

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