Manfred Sander

Krieg in der Ukraine

Die Luft erbebt beim Geheul der Sirenen,

es nähern sich Flieger mit tödlicher Last

im Bunker hält die Mutter die Augen voll Tränen

ihr kleines Kindlein fest umfaßt.

 

Sie denkt an ihr Haus, ihr Hab und Gut,

zerstört durch Bomben und Feuersglut.

Sie sieht ihren Mann, den Liebsten von Allen

im Kampf für die Freiheit ist er gefallen.

 

Sie denkt auch an Moskau und seinen Despoten,

der schuldig sich zeichnet für die unzähligen Toten,

der Länder erobert mit purer Gewalt,

sie hält ihn für’n Teufel in Menschengestalt.

 

Sie denkt auch an Gott und kann es nicht fassen,

daß der Herr dies alles hat zugelassen,

das Elend der Menschen und Not und Pein,

er läßt ein ganzes Volk allein.

 

Was soll ich noch leben, die Welt ist so leer,

ich hab weder Heimat noch Zukunft mehr.

Doch dann schaut sie nieder auf’s Kindlein im Arm,

gepeinigt von Reue und voller Scham.

 

Sie streichelt dem Kind übers blonde Haar

und flüsterte leise, fast unhörbar,

für dich will ich dasein, ich werd’ nicht aufgeben

gemeinsam wollen wir weiterleben.

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Manfred Sander).
Der Beitrag wurde von Manfred Sander auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.04.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • manfredsandert-online.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Manfred Sander als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

75 Tage Donnerstag (Gedichte) von Edith van Blericq-Pfiffer



Der Liebe kann man immer und überall begegnen, auch donnerstags; sie kündigt sich nicht an.

Sie ist von einer auf die andere Sekunde da. Sie kennt weder Gesetze noch Grenzen. Sie stellt augenblicklich alles und jeden auf den Kopf. Alter hat für sie keine Bedeutung. Allerhöchstens die von ihr Getroffenen fühlen sich mitunter in ihre Teenager-Zeit versetzt, verstehen sich selbst am wenigsten und fragen mit einem Kribbeln im Bauch und ziemlich verwirrt: „Warum?“

Die poetische Antwort der Autorin, die hierbei auf Erlebtes zurückgreift, lautet hingegen: „WARUM NICHT!“

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (4)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Krieg & Frieden" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Manfred Sander

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Der Haufen von Manfred Sander (Humor - Zum Schmunzeln)
Machtentscheidungen von Karl-Heinz Fricke (Krieg & Frieden)
Beruhigt. von Walburga Lindl (Verrücktheiten)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen